Marginales – oder auch nicht.

Mein Schreibstil ist nicht der eines braven Mädchens von nebenan. Ich habe in einem Diskurs auch kein Interesse mich mit der kleinsten Gemeinsamkeit abzufinden, nicht im realen Leben und im Virtuellen sowieso nicht. Dass die männliche Hegemonie damit Probleme hat, ist mir auf Deutsch gesagt scheißegal. Mir kann kein Mann mehr bieten, als das, was ich selbst erreichen könnte. Es sei denn, er wäre Holzfäller. 😉

Die Probleme, die aufgewachte Frauen heutzutage haben, entstehen einerseits dadurch, dass sie nach wie vor ein nicht gleichberechtigtes Anhängsel der männlich dominierten Kultur sind.

Und andererseits, durch deren Einseitigkeit.

Frau kann machen was sie will, sei es im alltäglichen Leben, sei es im Bildungswesen, sei es sonst wo, überall wird sie mit der einseitigen männlichen Kacke konfrontiert.

Die obendrein, noch nicht mal nur von Männern geschissen wird.

Speziell privilegierte Frauen, scheißen dieselbe Kacke. Die Dummheit ist sowohl allgegenwärtig als auch Gender übergreifend.

Dass deren Ursprung, in der einseitigen Kacke zu verorten ist, übersteigt den Verstand beider tradiert normativen Geschlechter bei weitem, falls er überhaupt vorhanden ist.

Für die Güte zwischenmenschlicher Beziehungen ist nicht der herrschende Konsumwahnsinn maßgebend, als mehrheitlich offenbar geglaubt wird, sondern nur der Zustand derselbigen.

Und mit Verlaub kann der ob des herrschenden Konsumwahnsinns nur Kacke sein. Ersatzbefriedigungen bleiben Ersatzbefriedigungen bleiben Ersatzbefriedigungen.

Der sowohl ursprüngliche als auch immer noch maßgebende Initiator dieser Kacke ist zweifelsfrei der Mann.

Heutzutage bricht diese endlich in sich immer mehr zusammen.

Seine dämliche Ökonomie bedarf ständiges Wachstum sowie Konsum. Dass Ressourcen nur begrenzt sein können, wird entweder ignoriert oder ist verstandesmäßig nicht erkennbar.

Letzteres wird es wohl sein, denn Verstand ist eine schon längst versiegte Ressource.

Folglich ist es auch kein Wunder, dass die Schuld an dem Niedergang männlicher Macht, Feministinnen oder anderen aufgewachten Frauen gegeben wird.

Anstatt es an ihre privilegierten Sackgenossen zu adressieren.

Deren unstillbare Macht- und Besitzgier und nur die ist es nämlich, die auch dem männlichen Fußvolk schadet.

Von dem herrschenden gender pay gap werden folglich todsicher auch noch Männer getroffen werden, nämlich spätestens dann, sobald die Wirtschaftslage wieder/weiter abkackt.

Weil für Kapitalisten nur der Profit zählt, und da Frauen billiger als Männer sind, bleibt nur die Möglichkeit übrig, Männer wie Frauen zu bezahlen.

Herzlich Willkommen in der kapitalistischen Realität, ihr Vollidioten.

Dass Männer zweifelsfrei dieselbigen sind, verdeutlicht auch noch, dass sie nicht gewillt sind, sich von ihrem tradiert patriarchalen Männlichkeitsgehabe zu emanzipieren. Stattdessen bekämpfen sie auf die dämlichste Art und Weise die Gleichstellung der Frau.

Obwohl ohne sie ihr gesellschaftliches Konstrukt schon längst abgekackt wäre. Die sich an alles anpassende Ressource Frau geht wie andere notwendigen Ressourcen für den Erhalt dieses Konstrukts zweifellos zur Neige. Nach dem Crash wird nichts mehr so sein, als davor.

Und ja, die Männer, die sich dem nicht anpassen können, und das sind wohl die meisten, werden auf welche Art und Weise auch immer verschwinden. Ich weiß nicht mehr, wer mal gesagt hat – „Die ewig Gestrigen bestraft das Leben“ – Und in der Tat stimmt es definitiv.

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Über lucia

Anarchistische Feministin: Ein gleichberechtigtes menschenwürdiges Leben in Freiheit, ist für mich nur dann möglich, wenn es nichts mehr gibt, das über andere bestimmen kann.
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3 Antworten zu Marginales – oder auch nicht.

  1. DrNI schreibt:

    Ich habe unlängst gelesen: Wenn man es umdreht und eine Beleidigung daraus wird, dann ist es diskriminierend: „Und ja, die [Frauen], die sich dem nicht anpassen können, und das sind wohl die meisten, werden auf welche Art und Weise auch immer verschwinden.“

    Insofern Gleichstellung also eine Umkehr der Verhältnisse bedeuten soll, kämpfen Männer natürlich dagegen.

    Wenn der Kapitalismus böse ist und immer von Männern betrieben wird, warum sind dann Kapitalismusgegner eigentlich nicht ausschließlich Frauen? Karla Marx. Frieda Castro, Wladimira Iljana Uljanow? Achso, die haben es ja auch wieder falsch gemacht, weil sie eben machtgeile Männer waren.

    Das ewige Wachstum, dieser alte Quatsch der Marktwirtschaft, das ist also auch männlich? Gibt es noch weitere schlechte Dinge, die sich nur Männer ausdenken können?

    Oder liegt es einfach an der durchaus traurigen aber auch einfachen Tatsache, dass die Gelehrten, die sich das Gute wie das Schlechte in den letzten 400 Jahren ausgedacht haben, eben Männer waren, weil Frauen keine Gelehrten sein durften?

    • lucia schreibt:

      Insofern Gleichstellung also eine Umkehr der Verhältnisse bedeuten soll, kämpfen Männer natürlich dagegen.

      Gleichstellung lässt sich nicht umdrehen, denn das widerspricht sich ja selbst, wa? 😉

      Oder liegt es einfach an der durchaus traurigen aber auch einfachen Tatsache, dass die Gelehrten, die sich das Gute wie das Schlechte in den letzten 400 Jahren ausgedacht haben, eben Männer waren, weil Frauen keine Gelehrten sein durften?

      Richtig.
      Aber nicht nur in den letzten 400 Jahren, das war schon in der Antike so. Mindestens aber, seitdem das Christentum im Römischen Reich Staatsreligion wurde. Und seitdem werden die Gesellschaften von latent homosexuellen hegemonialen Männerbünden beherrscht. Ihr Machtmittel ist einerseits Gewalt andererseits der Kapitalismus bzw. das Privateigentum.

      Die ungleiche Verteilung ist kein Zufall sondern notwendiges Flussmittel zur Aufrechterhaltung des Kapitalflusses, denn wäre es gleich verteilt, würde es einerseits unsichtbar werden andererseits würde dadurch auch das System zusammenbrechen.

      Das bedeutet aber auch noch, dass eine männlich dominierte Gesellschaft mit der Gleichstellung aller überhaupt nicht funktionieren kann, weil ihr Fundament Ungleichheit ist.

    • menschelnd schreibt:

      @Dr.NI Mir gefällt dein Stilmittel nicht – du bist vordergründig ironisch, was deutlich macht, dass du dich mit deiner eigenen Meinung hinter dem Stilmittel „Ironie“ verbirgst.
      Somit bleiben deine Zeilen inhaltsleer.

      Ich empfinde dies als mangelnde Wertschätzung ggü. der Bolg-Inhaberin.
      Es spricht im Übrigen für Lucia, dass sie trotzdem inhaltlich auf deinen Kommentar eingeht – DAS ist wertschätzend!

      Wenn du (d)eine Meinung äußert, bin ich auch gern bereit mich inhaltlich damit auseinanderzusetzen – bis dahin!

      menschelnd zugewandt

      PS: Ich hoffe du kannst meinen Kommentar – als wertschätzenden Hinweis – aufnehmen!

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