Maskulinismus oder Hirnwichse….

Ich könnte diese hegemoniale Männerkacke ja einfach ignorieren, weil sie einerseits vor Dummheit trieft und andererseits ihre Anhänger deswegen auch nicht begreifen können, dass nur ihre privilegierten Sackgenossen ihre Ansprechspartner sein können,
weil sie die Macht haben, die den Feministinnen nicht nur fehlt, sondern von ihnen gar nicht gewollt wird.

Dass ich sie trotzdem nicht ignoriere, liegt u.a. auch daran, dass sie ihren Schwachsinn epidemisch verbreiten. Und zwar auf eine Art und Weise, die Platon Doxosophie nannte.
Das bedeutet sinngemäß: Ansichten bar fundiertem Wissen.
Dass damit keine Einsichten entstehen können, liegt ja zweifelsfrei auf der Hand.
Kurzum: Hirnwichse.

Dass Hirnwichser kritikunfähig sind, ist folglich auch kein Wunder.

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Über lucia

Anarchistische Feministin: Ein gleichberechtigtes menschenwürdiges Leben in Freiheit, ist für mich nur dann möglich, wenn es nichts mehr gibt, das über andere bestimmen kann.
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11 Antworten zu Maskulinismus oder Hirnwichse….

  1. menschelnd schreibt:

    wenn von mir in anderen Zusammenhängen und auf andere blogs wiederholt vertreten, auch hier der unterstützende Kommentar.

    Wie von dir richtig festgtellt, Männer quatschen drauf los und sie mussten – bisher – zu selten über ihre eigenen Worte und Aussagen reflektierend nachdenken, da sie ihnen in der Regel unkommentiert abgenommen werden.
    Nicht-Hinterfragtes und Unkommentiertes bleibt somit, als vermeintliche Wahrheit (im Sinne von richtig) im Raum stehen.
    Erst das Hinterfragen löst (Nach)Denken aus – mindestens bei den ausschließlich Zuhörerenden – im besten Fall auch bei dem Sender der Botschaft.

    Diese Mechanismen sind menschlich – durch unser patriarchal-bestimmtes System bekommen sie allerdings ihre gefährliche Wirkung.
    Dies ist auch der Grund warum Sprache nicht schlicht das wesentliche Kulturgut – im besten Sinne – ist, sonderen auch ein Machtinstrument.
    Daraus ergibt sich, dass Meinungshoheit nicht nur banal als Begriff entstanden ist (Hoheit drückt Herarchie aus), sondern ein Machtaspekt den es gilt von dem manngeprägten Teil der Gesellschaft zurück zuerobern.

    PS: allein an den von mir verwendeten Begriffen wird deutlich – hier geht es um Kampf – der zwischenmenschlichen Form, die es zu überwinden gilt!!
    Hierzu (gleube ich) müssen – für eine Übergangszeit – auch die Instrumente dieses Systems verwendet werden. – Eine wesentliche Herraussforderung für die Fraugeprägten Mensch-innen, da sie gezwungen werden, gegen ihre eigenen Überzeugungen zu handeln.

    • lucia schreibt:

      Denken und Sprache sind untrennbar verbunden, folglich wäre eine andere Sprache nur mit einem anderen Denken möglich. Das ist aber momentan nicht möglich, weil die wenigsten anders denken können.

      Die Missverständnisse bzw. die Unmöglichkeit der Kommunikation zwischen Frau und Mann liegt m. E. daran, dass für Männer Frauen nach wie vor, sei es bewusst oder unbewusst, keine gleichwertigen Partner sind.

      Die sich daraus ergebenden hierarchischen Verhaltensweisen finden sich ja auch überall wieder. Männer bleiben eher dominant – Frauen passen sich dem eher an. Und dieser sich selbst reproduzierende Kreislauf muss von beiden gestoppt werden.
      Ansonsten bleibt alles beim Alten.

  2. Reflektionen schreibt:

    Hallo Luica,

    ich weiß nicht ob es sich sich lohnt, diese Zeilen zu verfassen, aber mir ist gerade langweilig; also, was soll’s. Ich lese deine Blogs regelmäßig und finde deine Thesen mittlerweile so interessant, dass ich nicht umhin komme ein wenig darüber nachzudenken. Du bemühst Plato und fluchst über die Philodoxer. Du verwendest den Begriff Verstand und kennst seine Bedeutung. Du weißt wie die Dinge sind und wie sie sein sollten. Macht dir das keine Sorgen? Jedes Argument, das sich gegen deine Thesen vorbringen ließe, kannst du zurückweisen aufgrund der schlicht Tatsache, dass es nur dazu dient, die Wahrheit zu verschleiern. Natürlich ist ein solches System konsistent, wie könnte es auch anders sein. Du bist kein Philodoxer, du vertrittst keine Meinung, du beanspruchst Erkenntnis – Plato würde dich wohl einen Sophisten nennen. Du besitzt ein scheinbares Wissen von den Dingen, nur die Wahrheit interessiert dich nicht. Bitte verstehe mich nicht falsch, ich habe nichts gegen dich oder gegen das, was du vertritt, vor allem habe ich nichts gegen die Freiheit der Menschen. Wie ich bereits sagte, du interessiert mich und das kommt nicht häufig vor. Außerdem sollte dir klar sein, dass keine deiner Forderungen jemals eine breitere Akzeptanz finden wird, solange du so schwache Prämissen als Basis benutzt. Du und deine Ideen sind zum scheitern verurteilt, wie alle anderen Verschwörungstheorien auch, denn genau das ist der Begriff, mit dem sich das Wesen deines Systems Kennzeichnen lässt. Es wäre viel amüsanter und im Sinne deiner Thesen effektiver, wenn du dich so ausdrücken könntest, dass man nicht gezwungen ist, dich einfach als Spinner abzutun.
    Es ist mir völlig gleichgültig, ob du diesen Kommentar veröffentlichst. Die Fairness gebietet es jedoch, dir die Möglichkeit zur Reaktion zu geben. Hier also einen Mail Adresse (von-Lucia@geändert.de ;)). Sie ist nur für dich und hat sonnst keinen Bedeutung. Ich erwarte keine Reaktion, aber ich fühle mich verpflichtet so zu handeln.

    Beste Grüße und mit nicht mehr ganz so hoher Achtung (aufgrund der Verschärfung deiner substantiellen Schwächen)

    Sven

  3. lucia schreibt:

    @Sven:

    Du besitzt ein scheinbares Wissen von den Dingen, nur die Wahrheit interessiert dich nicht.

    Welche Wahrheit?
    Die eines/r Bettlers_in? Die eines/r Bankers_in? Die eines/r afrikanischen Buschmans_frau? Die eines/r chinesischen Funktionärs_in?
    Die Wahrheit an sich gibt es wohl nicht, richtig? 😉

    1) Außerdem sollte dir klar sein, dass keine deiner Forderungen jemals eine breitere Akzeptanz finden wird, solange du so schwache Prämissen als Basis benutzt.
    2)Du und deine Ideen sind zum scheitern verurteilt, wie alle anderen Verschwörungstheorien auch, denn genau das ist der Begriff, mit dem sich das Wesen deines Systems Kennzeichnen lässt.

    1) Im Web Forderungen zu stellen, ist so unnütz wie der Versuch einem Flusspferd das Fliegen beizubringen. 🙂

    2) Da ich nicht weiß, welches System ich hier anbieten soll, kann ich eine Verschwörungstheorie auch nicht erkennen. Es sei denn, du meinst die Gleichstellung von uns Frauen, die ist aber keine Verschwörungstheorie, sondern eine Utopie. Weil das männlich dominierte System auf Ungleichheit basiert.
    Gleichheit würde es zerstören.

    Lucia

  4. tessin schreibt:

    „Denken und Sprache sind untrennbar verbunden“

    Deine Sprache lässt tief blicken.

  5. Reflektionen schreibt:

    Netter Versuch 🙂 Wenn es Wahrheiten nur in Abhängigkeit der Person gibt, dann sehe ich keine Perspektive der Einigung, es herrscht Willkür und Sprachlosigkeit. Diejenigen werden sich durchsetzten, die einfach Handeln und es gibt kein gemeinsames Kriterium, dass es zuließe zwischen Recht und Unrecht, Richtig und Falsch zu entscheiden. Die Ablehnung der Möglichkeit von Erkenntnis führt zu Willkür. Denn es ist demnach völlig egal, wie etwas begründet wird, da es keine Kriterien geben kann, die gegen diese Begründung vorgebracht werden können. Jemand hält etwas für richtig oder eben nicht – eine traurige Perspektive mit bitteren Konsequenzen.

    Warum sollten Forderungen im Web sinnlos sein? Es steht dir natürlich frei, dich aus der Affäre zu ziehen, indem du darauf abhebst, dass deinen Ausführungen nicht mehr sind als die willkürliche Aneinanderreihung von Zeichen, deren Sinn sich nur dir erschließt. In diesem Fall entschuldige ich mich, ich ging davon aus, dass du etwas zu sagen hast und ich als Rezipient immer Teil eines kommunikativen Aktes bin, schlicht, weil ich davon ausgehe, dass ich die Absicht des Sprechers erfassen kann. Das ist dann Wohl ein harter Schlag für Grice, wie soll auch ausgeschlossen werden, dass eine Sprechhandlung sinnlos ist, obwohl sie sinnvoll erscheint.

    Das System bietest du an. Es setzt sich zusammen aus dem Deskriptiven, deiner Beschreibung der Dinge, bzw. deiner Wahrnehmung derselben, dem Normativen, wie die Dinge sein sollen und den Relation, deinen Schlüssen. Verschwörungstheorien zeichnen sich durch vollständige Symmetrie aus, es gibt in ihnen keine inneren Widersprüche. So gesehen ist der Radikale Skeptizismus Humes eine Verschwörungstheorie. Er ist vollständig Symmetrisch, da er die Kausalrelation ablehnt und nur unmittelbare Sinneseindrücke als wirklich anerkennt. Ihm zufolge gibt es keine Wahrheiten, die ein Individuum übersteigen. Dumm nur, dass man aufhören kann zu denken, wenn man ihm folgt.

    Natürlich kann ich deinen gut gelaunten Entgegnungen entnehmen, dass es dir egal ist was ich sage. Das du dir selbst Widersprichst (keine Wahrheit vs. keine Gleichheit) nehme ich mal als Rhetorische Figur um das anzuzeigen. Soll mich nicht stören, auf diese Art und Weise bin ich mal kurz von dem Abgelenkt, über das ich gerade Nachdenken muss und das macht verdammte Kopfschmerzen.

    Also in diesem Sinne, es ist alles Egal.

    Grüße

    Sven

    • lucia schreibt:

      @Sven:

      Meine Wahrheit ist bspw., dass ich lebe und das 1 + 1 zwei ist.
      In das Boot werden andere auch einsteigen, du wahrscheinlich auch. 😉

      Die Wahrheit eines Bettlers ist, dass er kein Geld hat. Die für einen Banker, dass er mehr an einem Tag verdient, als ein Bettler in einem Monat zusammenbetteln könnte. Für beide gibt es auch noch die Wahrheit Geld, die sie aber gleichzeitig in Arm und Reich trennt.

      Trotzdem wäre der Konsens möglich das Geld bzw. die Ungleichheit abzuschaffen. Und damit auch Willkür usw. usf., denn das ist ja der herrschende Zustand.
      Der ja keine Folge meiner Wahrheit ist. 🙂

      Folglich ist die Wahrheit des Einzelnen sowohl keine traurige Perspektive als auch ohne bittere Konsequenzen, sondern u.a. eine Möglichkeit die Pseudofreiheit in Freiheit zuverwandeln.

      Das bedeutet letztendlich, zumindest für mich: 😉
      1. dass Wahrheit und Subjekt untrennbar verbunden sind, und es folglich keine Wahrheit an sich geben kann.
      2. Dass mit einem Konsens eine Metaebene der Wahrheit erreicht werden könnte, die für alle Beteiligten akzeptabel ist.
      3. Das ist in einem Staat unmöglich, weil in dem, Freiheit nicht möglich ist.

      Gruß,
      Lucia

  6. Reflektionen schreibt:

    Gut, ich hatte nicht wirklich angenommen, dass du tatsächlich nur von individuellen und das Individuelle nicht überschreitenden Erkenntnissen ausgehst. Was meine ich, wenn ich dir Vorwerfe dir sei die Wahrheit egal? Ich versuch es einmal nicht auf der Metaebene. Es sei der Minimalkonsens, dass wir in kleiner Münze bezahlen, dass wir uns bemühen, den Anderen zu verstehen, in der Hoffnung so zu einem Konsens über die konkrete Bedeutung des Begriffes Wahrheit zu gelangen und die Bedingungen zu beleuchten unter dehnen diese Bedeutung überhaupt als Konsens akzeptiert werden kann.
    Es gibt einfach Aussagen und wir können ihnen einen Wahrheitswert zuweisen. „Ich Lebe“ hat einen Wahrheitswert genauso wie 2+2 = 4. an dieser Stelle schon mal einen Einwand gegen These 1: Warum ist der Wahrheitswert von 2+2=4 abhängig von Subjekt. Wann und für wen ist diese Aussage nicht wahr? (Verstehen vorausgesetzt)

    „Die Wahrheit eines Bettlers ist, dass er kein Geld hat. Die für einen Banker, dass er mehr an einem Tag verdient, als ein Bettler in einem Monat zusammenbetteln könnte.“ Die Wahrheiten dieser Aussagen sind sind nicht abhängig von den Individuen, sie sollten eigentlich für jeden halbwegs vernünftigen Menschen erkennbar sein. Der Bänker kann schon durch den Begriff Bettler von einer Wahrheit ausgehen, die Analytisch zu nennen ist. Er weiß, dass die Bezeichnung Bettler die Abwesenheit von Geld mit sich bringt und umgekehrt. Es scheint keinen Unterschied zu machen, wenn man jetzt noch das Geld ins Spiel bringt, aufgrund der Kennzeichnung ist es bereits notwendige Bedingung in der Bedeutung von „Bettler“, „Bänker“. Soweit eine erste unsaubere Rekonstruktion.

    Wenn aber kein Unterschied in der Wahrheit für den Einen wie für den Anderen besteht, was soll dann das folgende bedeuten? „Trotzdem wäre der Konsens möglich das Geld bzw. die Ungleichheit abzuschaffen. Und damit auch Willkür usw. usf., denn das ist ja der herrschende Zustand.“ Ich wage hier keine Rekonstruktion mehr, ich bräuchte mehr Informationen.
    Der Unterschied zwischen dem Philodoxer und dem Sophisten– wenn ich mich recht entsinne war das der Ausgangspunkt – ist der zwischen der unbegründeten Meinung, leicht als Unsinn zu identifizieren und der scheinbaren Erkenntnis, die, wenn man sich nicht die Mühe macht sie genau zu rekonstruieren, nur schwer als Schein zu erkennen ist. Sie klingt überzeugend weil sie z.B. Widerspruchsfrei vorgetragen wird oder einfach >>weil es schon immer so war<>natürlich<< ist. Mag es auch mühsam sein, ich sehe keine Möglichkeit anders Schein von Sein zu trennen und ich falle nicht gerne auf Schein herein ;). Und zugegeben, ich habe anfangs mit sehr großen Scheinen 🙂 bezahlt. Wenn es wirklich um Unrecht geht, dann ist es aber das Mindeste genau hinzuschauen, bohrend nachzufragen und scharf zu kritisieren. Dies scheinen mir geeignete Kriterien für eine auf der Reflektion von Argumenten beruhende gemeinsame Bedeutung des Wahrheitsbegriffes zu sein. Zumindest aber ist es ein zu diskutierender Vorschlag.

    Nun gut. Ich bin müde, krank und will ins Bett. Ich wollte diese Zeilen noch schreiben, schlicht und einfach, weil es nicht sofort sichtbar war, wo es mit der Kritik anzusetzen gilt und es mich beschäftigt.

    Grüße

    Sven

    • menschelnd schreibt:

      Schade!
      Schön ums Kernproblem herum philosophiert …
      … auch eine Form der Ablenkung?
      Leider völlig ungeeignet – es zu lösen!

      Ging es um Reflektionen oder um Reflexion?

  7. lucia schreibt:

    @Sven:

    1: Warum ist der Wahrheitswert von 2+2=4 abhängig von Subjekt. Wann und für wen ist diese Aussage nicht wahr? (Verstehen vorausgesetzt)

    Ein Subjekt kann nur das verstehen, was es gelernt hat. Was gelehrt wird, ist aber einerseits nicht per definitionem wahr und ist auch nicht für alle relevant andererseits. Folglich ließe sich Fragen: ob Relevanz nicht wichtiger ist als ein Konsens der Wahrheit? Zumal der kulturell geprägt ist und dadurch gar nicht für alle Menschen dieser Welt gelten kann.

    Wenn es wirklich um Unrecht geht, dann ist es aber das Mindeste genau hinzuschauen, bohrend nachzufragen und scharf zu kritisieren. Dies scheinen mir geeignete Kriterien für eine auf der Reflektion von Argumenten beruhende gemeinsame Bedeutung des Wahrheitsbegriffes zu sein. Zumindest aber ist es ein zu diskutierender Vorschlag.

    Ich bin dafür, den von den Subjekten aus Dorf X erreichten Konsens der Wahrheit bei ihnen zu lassen und denen im Dorf Y den ihren zu belassen. Dass das die bessere Lösung wäre, verdeutlicht ja eigentlich der als neoliberale Globalisierung getarnte faschistische Imperialismus der Industrienationen, die ihre Wahrheit anderen aufzwingt.

    Im Kleinen könnten wir uns fragen, warum bei uns der Begriff Wahrheit so eminent wichtig ist. Zumal Politik und Rechtsprechung, Religion und Moral auch offensichtlich ohne Wahrheit auskommen, bzw. die ihre zum Machtmissbrauch instrumentalisiert haben. Ich behaupte jetzt einfach mal, dass bei uns Wahrheit nur dazu dient, andere Ansichten als unwahr zu definieren.

    Gruß,
    Lucia

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