Der Gott der Männer…

Ob die damaligen Erfinder des allmächtigen Gottes im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte waren, darf wohl bezweifelt werden. Zumal es zwei Versionen von der Erschaffung des Menschen gibt. Die Erste steht im ersten Buch Moses, Kapitel 1, Absatz 27:

„Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn und schuf sie einen Mann und ein Weib.“

Dazu würde heutzutage wohl klonen gesagt. 😛 Aber was bedeutet es wirklich? Dass Gott männlich und weiblich in einer Person sein soll? Oder ist er nicht eine sondern eben doch zwei, Mann und Weib? Wie auch immer. Beides bedeutet jedenfalls, dass der Mann der Frau nicht überlegen sein kann.

Das haben dann irgendwann später auch die Erfinder gemerkt, und das taugte natürlich ihrem tatsächlichen Anliegen nicht, die Frau mithilfe ihres allmächtigen Gottes als minderwertig zu diskriminieren. Folglich änderten sie die Erschaffung des Menschen mit der 2. Version im 2. Kapitel des 1. Buches Moses, Absatz 18:

„Und Gott der Herr sprach: Es ist nicht gut das der Mensch alleine ist, ich will ihm eine Gehilfin machen, die um ihn sei. “ (Aus Gott wurde ein Herr. 😉 )

Seltsam seltsam.
Ein vergesslicher Gott erinnert doch verdammt stark an dieselbe menschliche Eigenschaft. Und nicht zuletzt wurde es nur dadurch auch möglich, die Frau zur Gehilfin zu diskriminieren. Dass das heutzutage immer noch in der Bibel steht, liegt wohl daran, dass früher nur die 2. Version erzählt wurde, weil die meisten des Volks nicht lesen konnten.

Dass der damalige Größenwahnsinn auch noch heutzutage grassiert, ist eigentlich kein Wunder, schließlich greift jeder Ertrinkende nach einem Strohhalm, egal was es für einer ist. Zumal sich die angebliche intellektuelle Überlegenheit der Männer als heiße Luft entpuppt hat. Auf Schulen kacken Jungs klassenweise ab und auf den Unis geht es auch nicht anders zu. Die Unmöglichkeit dies zu kaschieren entlädt sich im hilflosen Anbrüllen ohne Sinn und Verstand von Feministinnen sowie Feministen (Lila Pudel).

Auch die gerne erwähnten technischen Leistungen von Männern kann daran nichts ändern, denn damit ist ja keines Wegs bewiesen, dass die von Frauen nicht auch gemacht worden wären. Wenn Männer sie daran nicht gehindert hätten. Aber das vergessen die Herren der Schöpfung natürlich generös. Die einseitige Männerwelt sowie die nur dadurch möglichen Privilegien schmelzen immer offensichtlicher wie Eis dahin. Kein Wunder also, dass solche größenwahnsinnigen Vollpfosten wie bspw. Strauss-Khan, Berlusconi etc. durchs dünn gewordene Eis einbrechen.

Solche Vollpfosten vor dem Ertrinken zu retten, wäre definitiv falsch verstandene Humanität. Ihre degenerierten Gene braucht die Welt nun wirklich nicht.
Und dasselbe gilt natürlich auch für die Anhänger des Maskulinismus.
Ewig Gestrige bestraft das Leben, da braucht frau sich nicht mal mit der Kacke
die zarten Finger schmutzig machen. 🙂

Advertisements

Über lucia

Anarchistische Feministin: Ein gleichberechtigtes menschenwürdiges Leben in Freiheit, ist für mich nur dann möglich, wenn es nichts mehr gibt, das über andere bestimmen kann.
Dieser Beitrag wurde unter gesellschaft abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.