Einstürzende Männerwelten – b

Männer, die auf einem Auge blind sind, nutzen auch heute jede Möglichkeit aus um ihre sich selbst zu gewiesenen Privilegien zu behalten. Folglich ist es kein Wunder, wenn sie alles, was nur nach Feminismus schnuppert, attackieren.
Allerdings ohne Sinn und Verstand.

Und das ist das eigentliche Problem, welches einen zweifelsfrei möglichen Diskurs unmöglich macht. Außerdem überschätzen bspw. Maskulisten ihre gesellschaftliche Wichtigkeit. Dafür fehlt ihnen eine wirtschaftliche sowie politische Lobby, und ohne die bleiben ihre Anliegen unnütze Karteileichen.

Ergo; sind sie für die Machterhaltung der privilegierten hegemonialen Sackgenossenschaft so unnötig wie ein Kropf. Und die und nur die können ihre Ansprechpartner sein, aber diese Erkenntnis verhindert ihr blindes Auge.

Das belegen sich ständig wiederholende Argumente, wie bspw. dass der Mann es war, der die Frau befreit hat und nicht der Feminismus. Als Beleg wird die industrielle Revolution genannt. Dabei wird nicht nur die simple Formel des Kapitalismus übersehen: „So billig wie möglich produzieren – so teuer, wie möglich verkaufen“. Sondern vor allem auch, dass in der Zeit durch Kriege männliche Arbeitskräfte fehlten, die dann durch die noch billigere Arbeitskraft Frau gedeckt wurden. Dies so darzustellen, als ob der Mann es war, der die Frau befreit hat, ist schlicht und ergreifend falsch.

Richtiger wäre, sie wurde durch die Profitgier der Kapitalisten befreit. Tatsächlich lag es aber auch hier daran, dass Männer im Krieg gefallen waren, oder nicht genug verdienten, um die meistens kinderreichen Familien ernähren zu können. Und daran hat sich bis heute, mal abgesehen von der Kinderzahl, nicht viel geändert und zwar weder für W noch für M. Dass das von der hegemonialen Sackgenossenschaft dominierte System, ihnen im Laufe der Zeit mehr Rechte einräumte, lag nicht etwa im Interesse des Systems, sondern bedingte es, weil eine zu große Diskrepanz zwischen Privilegien sowie Profit und Arbeitslohn das System zerstören kann. Das belegen ja auch die Streiks um höhere Entlohnung.

Heutzutage sind die gesellschaftlichen Umstände für Frauen zwar noch lange nicht gleich, aber für finanziell unabhängige Frauen gilt, dass der Mann ihnen nicht mehr mehr bieten kann, als sie selbst erreichen können. Das zu ignorieren, bedarf schon völliger Blindheit. Folglich muten die Ansichten von Maskulisten wie bspw.:

Der alte Geschlechtervertrag sah in groben Zügen folgendermaßen aus: Die Frau stellte ihre Fortpflanzungskapazität zur Verfügung; der Mann seine materiellen Ressourcen. Dieser Handel wurde in Form der Ehe formalisiert, sodass jeder der Eheleute ein Recht auf den spezifischen Beitrag des anderen hatte.

Nun kam der Feminismus, und die Frauen eroberten die volle Kontrolle über ihre Fortpflanzungskapazität. Frauen können entscheiden, wann sie mit wem ein Kind zeugen, sie können entscheiden, ob sie es bis zu Ende Austragen wollen, sie können ihrem Ehemann für unbegrenzte Dauer Sex vorenthalten und gleichzeitig nach belieben mit jedem anderen in die Kiste steigen.*

nicht nur steinzeitmäßig an, sondern ignorieren vor allem auch die Tatsache, dass bei finanzieller Abhängigkeit, von „zur Verfügung stellen“ sowie „ein Recht auf materielle Ressourcen“ keine Rede sein kann. Erst ab 1977 konnten in Deutschland auch verheiratete Frauen ohne die Erlaubnis ihres Göttergatten arbeiten. Und auch das kam nur durch das schon o. g. qua Gesetz zustande.

Und dass nur die Frau entscheiden kann, ob und wenn wann sie ein Kind bekommt, dafür bedarf es nicht mal das Verständnis von Männern, weil sie nicht gebären können. Stattdessen sollten sie sich lieber um ihre defizitären sexuellen Kenntnisse, sowie um ihre gigantische 3 Minuten Potenz kümmern, mit der zweifellos kein lustvoller Sex möglich ist. Verbale Testosteron-Orgien helfen auch ihrer Libido nicht auf die Sprünge, zumal das Hormon auch für ihre Muskelbildung sowie ihre affenmäßige Körperbehaarung zu ständig ist. *gruselig*

Ach ja, fast hätte ich es vergessen. Für ihre sich verabschiedende Haarpracht auch bekannt als Glatze, ist es auch zu ständig. Mann mann, da muss mann ja befürchten, dass deswegen für seine Libido gar nicht genug übrig bleibt. Aber hey, zum Glück können sie nicht ausreichendes Testosteron nicht dem Feminismus in die Schuhe schieben.
Naja, dass Maskulisten das nicht tun, darauf würde ich allerdings keinen Cent wetten.

Wetten würde ich darauf, dass die Männerwelten einstürzen, aber für wie viele Euros weiß ich noch nicht. 😀

* Quelle: „Alles Evolution“
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Über lucia

Anarchistische Feministin: Ein gleichberechtigtes menschenwürdiges Leben in Freiheit, ist für mich nur dann möglich, wenn es nichts mehr gibt, das über andere bestimmen kann.
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