Obskure Sex-Studien u. Sexistisch aufgemotze Tipps über Frauen.

Das Folgende stammt nicht etwa aus der Zeit in der der abgestandene Mief der Adenauerära die Luft in deutschen Schlafzimmern verpestete, mit dem Ergebnis, dass es im Iglu der Eskimos höchstwahrscheinlich heißer herging als im heimischen Bett, nein, sondern von Ende 2007. Da es immer noch online ist, bedeutet, dass sich bis heute daran nur wenig oder gar nix geändert hat. 

Das bestätigt auch eine deutsche Studie, die ergab, dass 10 Minuten Sex ausreichend sind. Für Engländer sind es immerhin schon 3 Minuten länger. Wow, ist ja knorke. Eine andere Studie wurde im selben Jahr gleich mit über 5400 Erwachsene aus Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien und Spanien sowie den USA durchgeführt. Wer die wohl bezahlt hat? Wahrscheinlich die deutschen Männer die Angst um ihre Rente haben, weil die deutschen Frauen zu wenig Kinder bekommen, um diese zu sichern. Seriöse Studien widerlegen das zwar, aber wenn deutsche Männer erst mal Angst haben, dann hilft auch kein Hektoliter Bier, um ihnen die zu nehmen.

Nun ja, jedenfalls schneiden die Deutschen bei der Studie erstaunlich ausreichend ab: Deutsche haben acht Mal im Monat Sex. Acht Mal im Monat haben sie Geschlechtsverkehr. Und weder Italiener, Engländer, Spanier oder Amerikaner wechseln häufiger den Geschlechtspartner. Nur Franzosen sind noch fleißiger. Warum es um häufiges Wechseln des Partners geht, verrät leider weder die Überschrift noch die Studie selbst. Genauso rätselhaft ist die Erkenntnis, was die Zahl der Geschlechtspartner im Laufe des Lebens angeht: Deutsche haben mit durchschnittlich 13 Menschen Sex, während die Franzosen – nach den Amerikanern und den Briten mit 12,5 Geschlechtspartnern – mit 11,1 verschiedenen Partnern auf Platz vier landeten.

Ich mein, das hört sich doch so an, als ob die Befragten mit ihrem Sexleben schon abgeschlossen haben, denn schon tot können sie ja nicht sein. Merkwürdig. Ganz und gar nicht merkwürdig ist, dass deutsche Männer deutlich mehr Sexpartner angaben, als Frauen. Und zwar gut 1/3 mehr. Berücksichtig frau noch die Tatsache, dass bei Studien über Sex gelogen wird, sodass sich die berühmten Balken biegen, dann müsste frau schon verdammt naiv sein, um in solchen Studien auch nur ein Fünkchen Wahrheit entdecken zu können. Quellenangaben spar ich mir, wer mir das und das Folgende nicht glaubt und zu faul ist selbst zu suchen, der klicke hier: GidF

Studien über Sex taugen also nix, ob es mit den unzähligen Tipps über Sex und Frauen im Web ähnlich oder sogar besser ist. Verraten oder auch nicht, die folgenden Tipps von einer Quelle, die ich auch nicht nenne, weil die eh jeder Mann kennt, zumindest denke ich das. Ansonsten GidF.

Aufschluss über das Niveau, mit dem über unsere Sexualität virtuell fantasiert wird, liefert gleich der Titel sowie die reizenden *hust* sexistischen Fotos.

Akte Frau – alle Rätsel gelöst.
Ich bin also ein Fall, der untersucht werden muss, damit mein Rätsel gelöst werden kann.
Ich will ja nicht behaupten, dass Rätsel lösen nicht auch erregend sein könnte. Aber ich bin vor allem ein Mensch und möchte als solcher akzeptiert werden, und nicht als zu lösendes Rätsel.

1. Endlich wissen wir mehr über das Geheimnis der Frauen. Lesen Sie, was das weibliche Geschlecht so liebenswert macht.
Für fast alles, was Männer lieben, gibt es ausführliche Bedienungsanleitungen. Für Auto und Bohrmaschine, für Hi-Fi-Geräte und Überschallflugzeuge. Nur unglücklicherweise für Frauen nicht.

Dabei gibt es wohl kaum eine zweite Sache auf der Welt, die für Männer so rätselhaft ist wie die Frau. Normalerweise lässt er die Finger von allen Dingen, von denen er nichts versteht. Bei den Frauen ist das schwierig. Wer soll ihn loben, wer soll die Wäsche machen? Wen soll er beschützen, wen verführen – wenn nicht die Frau?

Sehen Sie. In dieser Akte finden Sie erstmals alle wichtigen Fakten, die Ihnen die Frau, das unbekannte Wesen, näher bringen.

Wie peinlich für frau, für sie gibt es keine Bedienungsanleitung. Dass es trotzdem viele Männer versuchen, liegt wohl nur daran, dass sie jemanden brauchen, um sie zu loben, um ihre Wäsche zu waschen, weil sie gegen ihren Willen von ihren Müttern in die Realität des Lebens befördert worden sind. Hach, ich hab’s ja gewusst. Die wollen nur deshalb an Brüsten saugen, weil sie die mit denen ihrer Mutter verwechseln.

2. Frauen und ihr Gefühl für den Körper:
Frauen betrachten ihren Körper anders als Männer ihn sehen. Erfahren Sie die weibliche Selbstbetrachtung.
Die allübergreifende Grundregel lautet: „Ich will ihn anders, als er ist“ – also nicht, wie einschlägige Werbung uns glauben machen will: „Ich will so bleiben, wie ich bin.“

Das heißt: Frauen mit großen Brüsten wollen kleinere haben, weil sie es satthaben, dass Männer immer nur mit ihrer Bluse reden. Frauen mit kleineren Brüsten wollen dagegen größere haben, weil nur Frauen mit großen Brüsten Rollen in Serien kriegen, in denen Arbeitskleidung ein roter Badeanzug ist.

Frauen mit großen Hintern hätten gerne einen kleinen, weil sie Beine der zu Größe 38 gehörenden Länge haben, aber Hosen in Größe 40 kaufen müssen. Frauen mit kleinem Po möchten auch mal wie die Black Beauties in Hip-Hop Videos mit ihrer Pracht wackeln können. Detailliere Auskünfte über Ihre Partnerin, kann Ihnen da lediglich ihre beste Freundin geben. Eventuell.

Öhm, dazu fällt mir nicht wirklich was ein. 😦

3. Verlangen nach Wärme.
Die Frau, als solche fröstelt ab einer Umgebungstemperatur unter 20 Grad Celsius. In Deutschland also praktisch immer.
Das hat im Wesentlichen damit zu tun, dass die Damenmodedesigner selbst im Winter (klimatisch gesehen gehören die meisten mitteleuropäischen Sommer dazu) Chiffonstoffe und kurze Kleider mit Spaghetti-Trägern für angebrachte Textilien halten. Die optisch derart verwöhnten Herren schützen sich währenddessen mit Seemannspullovern und Ohrenklappenmützen.

Wenn die gefriergeschockten Frauen endlich wieder zu Hause sind, gleiten sie meist umgehend in ein heißes Schaumbad zur Wiederbelebung ihrer körperlichen Funktionen. Nur so ist es auch zu erklären, warum Frauen die Anmietung selbst schönster Altbauwohnungen ablehnen, sofern diese nicht über eine Badewanne verfügen.

Ääääh, dazu auch nix.

4. Frauen und ihr Wunsch nach Wirkung,
Lara Croft und Agent Scully sind so, wie eigentlich alle Frauen gern sein würden. Stark, schön, sexy und intelligent. Sie lassen sich nichts gefallen.
Am wenigsten lassen sie sich etwas von Männern gefallen. Männer, aus deren Perspektive die Damen sowieso immer klein sind. Süß sind. Hübsch sind. Wie Puppen eben.

Genau das ist es, was Frauen nicht mehr sein wollen, seit sie als Kind Pippi Langstrumpf gesehen haben. Es gibt da nur ein Problem: Frauen wie Lara Croft sind einsam.

Sie haben keine Männer, weil die Männer Angst vor ihnen haben. Und wenn man verdammt sexy ist, aber keinen Sex hat, dann ist das auch irgendwie blöd.

Die Frauen haben die Sachen pragmatisch gelöst: Nach außen hin sind sie tough und hart, bei ihrem Manne lieb und zart. Das signalisiert dem Helden in ihm: „Du allein kannst mich zähmen.“ Und das soll er dann auch ruhig glauben.

Sie lassen sich nichts gefallen. Bingo – der Rest ist von Micky Maus geklaut. Vor allem: „Du allein kannst mich zähmen.“ Das wird nicht signalisiert, das bildet sich der Held nur ein. 😀

5. Verhältnis zur Ordnung.
Wie ist es möglich, dass Frauen im Haushalt ordentlich sind, aber das Auto immer zumüllen?
Auch Mädels tun in der Wohnung lieber andere Dinge als ausgerechnet Kochen und Putzen. Sie sind aber aufgrund eines nur weiblicherseits vererbten Schmutz-Abscheu-Gens weitaus empfindlicher gegen Verunreinigungen aller Art.

Das bewirkt immer wieder den Griff zum Wischlappen. Dass Frauen Autos dagegen zumüllen, ist darauf zurückzuführen, dass sie das Kfz nicht als schützenswerten Lebensraum betrachten.

Das mit Kochen und Putzen stimmt zumindest für mich. Aber der Genforscher, der das Schmutz-Abscheu-Gen entdeckt haben will, hatte wohl vergessen, seine verdreckte Brille vorher zu putzen. 🙂

6. Verhältnis zur Treue.
Welches Verhältnis haben die Frauen eigentlich zu Treue? Sind Seitensprünge reine Statistik?
Das Weibchen als solches ist treu. Aber, werden Sie jetzt sagen, was ist denn mit der Seitensprung-Statistik? Ein berühmter Mathematiker hat mal gesagt: Glaube keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast.

Die sogenannten Seitensprünge der Damen sind nur sich überlappende Liebesaffären. Eine Frau geht nur dann fremd, wenn sie mit ihrer Beziehung nicht mehr zufrieden ist (und diese ohnehin bald beenden will). Ansonsten war es rein sexuell.

Nun ja, ich musste keine berühmte Mathematikerin werden, um zu erkennen, dass Statistiken Schrott sind. Ansonsten bin ich als Weibchen natürlich treu, und wenn doch nicht, dann war es natürlich nur rein sexuell. Meine Fresse, was ein fuck.

7. Liebe zum Nachspiel
„Das wird ein Nachspiel haben!“ Diese Floskel benutzt der Mann ungefähr seit dem Paläolithikum als Drohung.
Wenn es überhaupt ein Nachspiel gibt, das dem Mann Freude bereitet, dann eine Bundesligabegegnung im TV unmittelbar nach dem Beischlaf. Frauen hingegen wollen nach dem Akt kuscheln.

Das liegt daran, dass die Frau sicherstellen möchte, dass die dem Vollzug vorhergehende Freundlichkeit des Begatters ihrer Person galt und nicht ihrem Körper als potenziellem Depot für das männliche Erbgut. Männer können der hieraus resultierenden Nörgelei entgehen und das Nachspiel entschieden verkürzen, indem sie sozusagen einen verbalen Elfmeter schießen. Dazu müssen Sie nur ein „Ich liebe dich“ über die Lippen bringen. Das fällt allerdings schwer, weil sie stets befürchten, es könnte ein Nachspiel haben.

Naja, erst ficken danach sofort Fußball glotzen, kenne ich nicht, weil ich kein TV habe, aber das es stimmen könnte, lässt bspw. die Frage: Rauchen wir eine? Zumindest vermuten. Könnte er machen, allerdings auf seinem Weg nach Hause, denn so was kann ich direkt nach ’nem Fick auch nicht leiden. Und sein männliches Erbgut ist eh im Gummi, das kann er ja gerne mitnehmen. 🙂 Mann mann, was ein Mist.

Übrigens, das stammt angeblich von einer Frau, angeblich deswegen, weil diese Site bekannt dafür ist, dass männliche Autoren Frauennamen benutzen. Und ja das war’s dann auch. Die anderen 15 Lösungen des Rätsels Akte Frau sind noch grottenschlechter.

Fazit: Wer sich jetzt noch darüber wundert, warum es Bordelle gibt, na ja, der hat zumindest was, worüber er sich wundern kann. 😛

Für die die an die Wahrheit von Studien glauben:

1. Bei der Veröffentlichung, wird der tatsächliche Auftraggeber nicht erwähnt.
2. Genauso nicht, warum er sie erstellen lässt.
3. Die Gründe decken Konsum bis zur politischen Manipulation ab.
4. Die die Leute befragen, bleiben ebenfalls unbekannt.
5. Welche soziale Schicht befragt wird ebenfalls, es sei denn eine Uni erstellt die Studie mit Studenten.
6. Wenn ja, kann das nicht auf „normale“ Bürger übertragen werden.
7. Die die Studie auswerten bleiben ebenfalls unbekannt.
8. Subjekte können nicht objektiv sein, das beeinflusst die Auswertung.
9. Anzahl der Befragten sowie die Zeitspanne (keine Wiederholung nach längerer Zeit) ist bei vielen Studien für empirische Datenbanken irrelevant.

Okay, mehr fällt mir gerade nicht ein. 😀

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Über lucia

Anarchistische Feministin: Ein gleichberechtigtes menschenwürdiges Leben in Freiheit, ist für mich nur dann möglich, wenn es nichts mehr gibt, das über andere bestimmen kann.
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9 Antworten zu Obskure Sex-Studien u. Sexistisch aufgemotze Tipps über Frauen.

  1. GeHa schreibt:

    Tante Gockel kotzte es mir gerade aus. Ach du Schreck, DAS Männergesundheitsheftchen!? Die sind ja beknackt. Nachilfe für Pubis und Viagra-Papis!

  2. menschelnd schreibt:

    Für den (zitierten) Scheiß ist dir doch verdammt viel eingefallen!!
    Wo kein Basisniveau, kann ein Kommentar/ eine Reaktion darauf auch nur bedingt das Niveau heben 😦

    Wenn wir jetzt noch davon ausgehen, dass Auto(inn_)en solcher Studien oder vergleichbarer Bücher den Sinn darin sehen, es zu veröffentlichen um aufzuklären, welches Niveau haben dann die Konsumenten???

    du hast wiederholt meinen Respekt – auch für deine Ausdauer!

    • lucia schreibt:

      Wohl leider ein noch niedrigeres Niveau.
      Aber überrascht dich das wirklich?

      • menschelnd schreibt:

        nein – Überranschung ist für mich ja auch postiv besetzt 😀

        und
        es macht mich in dieser Verbreitung schlicht nur noch sooooo müüüüde 😦

      • lucia schreibt:

        Keine Frage, es kann einem die Kraft rauben.
        Das geht mir genauso, aber zum Glück kriege ich immer wieder schnell die Kurve. 🙂

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