Kapitalistisches Patriarchat.

Kapitalistisches Patriarchat habe ich es deswegen genannt, weil die Männer in den ersten Patriarchaten nicht über die Menge von Privateigentum verfügten, als es später der Fall war und nach wie vor ist.

Das erste Patriarchat ist keine kulturelle oder evolutionär bedingte Weiterentwicklung von den damals noch mehrheitlich existierenden Matriarchaten gewesen, sondern ist höchstwahrscheinlich durch eine Naturkatastrophe entstanden. Die eine kriegerische gewalttätige Sozialisierung verlangte, die notwendig für den Überlebenskampf der betroffenen Menschen war. Dadurch wurde Darwins Evolutionstheorie – “die am besten Angepassten überleben” – in – “die körperlich Stärksten überleben” – ins Gegenteil verdreht. Stärke, Gewalt ist nämlich kein Indiz für Intelligenz. Genau das Gegenteil ist der Fall, Dummheit zerstört mehr als sie erhält.

Da in der folgenden Zeit, der Frau die Selbstbestimmung über ihren Uterus genommen wurde, hatte zur Folge, dass sie zur Gebärmaschine diskriminiert wurde und dadurch die im Patriarchat herrschende männliche Dominanz erhielt. Wenn es sein musste auch mit Gewalt. Das hatte katastrophale Folgen.

Hatte die Frau vorher qua Selektion dafür gesorgt, dass sich die Größe unseres Gehirns verdreifacht hatte, so wurden dessen “neuen” Leistungen wie bspw. Humor, Musik und Kunst, die für den reinen Überlebenskampf nicht notwendig waren, obendrein zu Indikatoren für die besten Gene. Diese Selektierung wurde ihr aber unmöglich gemacht, indem sie verheiratet und außerdem vom Mann auch noch abhängig wurde.

Während Männer in wahnsinnigen Konkurrenzkämpfen versuchten immer mehr Privatbesitz zu erlangen, was gleichzeitig auch mehr Macht bedeutete, blieb die Frau sozusagen unsichtbar an Herd und Kinder gefesselt. In den folgenden Jahrhunderten vermehrte sich die Bevölkerung, ohne dass sich für die Frauen etwas zum Besseren veränderte.

Anstatt war genau das Gegenteil der Fall, es wurde für sie sogar noch katastrophaler. Jeder Vollidiot, wenn er oder seine Familie genug Geld, Vieh etc. hatten, konnte eine Frau kaufen und Kinder zeugen. Die Folge war einerseits quantitative,  was die schlechteste Überlebensstrategie ist, anstatt qualitative Reproduktion. Andererseits wurden dadurch auch minderwertige Gene von Männern verbreitet, was zu der Zeit, als die Frau noch selektierte nicht möglich gewesen wäre.

Anstatt auszusterben, vermehrten und vermehren sich auch noch heute solche Vollidioten. Das zeitigte Katastrophen, deren Auswirkungen heutzutage immer sichtbarer werden. Die degenerierte größenwahnsinnige schwul hegemoniale Männerherrlichkeit steuert die Menschheit mit Volldampf in den Abgrund. Wie sagte doch Prof. Jens Reich – Ein Mann zu sein, ist der häufigste genetische Defekt in der Natur.

Der Planet Erde, der uns nicht braucht, aber ohne den wir nicht existieren können,
wird sich darüber bei wem auch immer bedanken.

Nun werden ja weltweit die Menchen, die ihren Verstand gebrauchen immer mehr. Wie bspw. Natalie AngierJohn HollowayClaudia von WerlhofRolf PohlUte Scheub; Geoffrey F. Miller – Anne Wilson Schaef – Steven PinkerLuce IrigarayHannelore Vonier.
Oder anders: Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Über lucia

Anarchistische Feministin: Ein gleichberechtigtes menschenwürdiges Leben in Freiheit, ist für mich nur dann möglich, wenn es nichts mehr gibt, das über andere bestimmen kann.
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6 Antworten zu Kapitalistisches Patriarchat.

  1. Robert schreibt:

    Das ist allerdings eine deutlich an den Sozialdarwinismus angelehnte Sichtweise, und es ist zumindest fraglich, ob biologische Vererbungsregeln, bzw. indirekt deren Auswirkungen, in einem so hohen Ausmass auf gesellschaftliche Strukturen anwendbar sind. Diese Argumentation impliziert schliesslich auch, dass Intelligenz und Charakter vorwiegend durch Erbanlagen und nicht durch Erfahrungen bestimmt werden, was doch auch sehr umstritten ist.

    Auch die biologische Evolution ist nicht auf die schnellstmoegliche Entwicklung der besten Eigenschaften ausgelegt, sondern auf eine ungefaehrliche, langsame Entwicklung robuster Eigenschaften. Darwin’s Satz des “survival of the fittest” wird von der modernen Wissenschaft zumindest als unpraezise angesehen, und durch die Abwandlung in “survival of the fit enough” etwas naeher an die noch wesentlich komplexere Realitaet gerueckt.

    Zum Thema “Ein Mann zu sein, ist der häufigste genetische Defekt in der Natur”: Der Prozess, der aus einem Menschen mit XY-Chromosomenpaar einen Mann werden laesst, ist eigentlich sehr stoerungsanfaellig. Fuer das Ueberleben der Art Mensch war es offensichtlich langfristig vorteilhaft, nicht nur Zwitterwesen als Fortpflanzungsbasis zu haben, andernfalls haette sich so ein anfaelliger Prozess nicht durchgesetzt und so genau eingespielt, dass ein Grossteil der XY-Exemplare sich auch tatsaechlich zu einem Mann entwickelt. Natuerlich sagt das aber nichts ueber die gesellschaftliche, charakterliche oder geistige Qualitaet der Entwicklung aus – eben, weil das Ziel der Evolution die Robustheit der Masse, nicht die schnellste Entwicklung jeder erstrebenswerten Qualitaet des Individuums ist.

    Jetzt, wo wir zumindest in Europa in relativer Bequemlichkeit leben, haetten die Frauen die Freiheit, zu selektieren. Da stellt sich natuerlich die Frage, warum offensichtlich hauefig immer noch Status, Machtgehabe, materieller Besitz oder koerperliche Ueberlegenheit wesentlichere Faktoren fuer die Partnerwahl sind als Charakter, Intelligenz, Kreativitaet, und aehnliche fuer eine Partnerschaft wahrscheinlich wertvollere Faktoren.
    Einfaches Beispiel: Wie oft hat dir z.B. eine Frau einen Mann als ihren Freund vorgestellt, der wesentlich kleiner ist als sie?

    Die Welt duerfte bei Weitem nicht so modern sein, wie sie vielleicht scheint. Wir kennen mittlerweile einige Ideale, und wir haben vielleicht viele Missstaende erkannt, aber in Herz & Hirn ist das bisher alles nur bei einigen Wenigen angekommen.
    Ob wir uns gut und weit entwickelt haben, ist dann eine Frage der Sichtweise: Einerseits wuessten zumindest einige von uns laengst, wie es besser geht als es jetzt ist, andererseits sind mittlerweile auch einige hierarchische Machtstrukturen Vergangenheit, immerhin wurde vor nichtmal hundert Jahren Oesterreich noch durch die Willkuer eines einzelnen Kaisers regiert, und jetzt herrscht zumindest eine indirekte Demokratie.
    Waere es zu erwarten gewesen, dass wir uns innerhalb von drei, vier Generationen weiter entwickeln, als es tatsaechlich passiert ist?

    Alles ist relativ…

    lg

  2. georgi schreibt:

    Das ist der grüne Matriarchalismus! Eine Lehre, die die Feindschaft gegen das Patriarchat in die Idealisierung frühzeitlicher Menschheitskultur umgewandelt hat. Leider machen sich die Matriarchalisten der unzulässigen Idealisierung dieser Gesellschaften schuldig. Auch der Begriff des Patriarchats wird nicht ökonomisch begründet, wie bei Friedrich Engels, wie es sinnvoll wäre, sondern mit gegen die männliche Hälfte der Menschheit gerichteten Vorurteilen. In dieser Hinsicht sind die Feministen nicht besser als Christian, der Evolutionsbiologe. Auch die Entstehung des Patriarchats als Bewältigungsstrategie einer Naturkatastrophe erklärt nicht, warum es 6000 Jahre Bestand haben konnte, und es sich auf der Welt immer mehr ausbreitete. Und daß die Dummheit zugenommen hätte, kann man auch nicht sagen.

    • lucia schreibt:

      Was bitte schön soll Matriarchalismus sein? Laut Duden gibt’s das Wort gar nicht. Und triviale Schlagworte wie Feindschaft sagen rein gar nichts aus. Dass ein Patriarchat ob der männlichen Dominanz nicht noch extra ökonomisch erklärt werden muss, sollte eigentlich verständlich sein. Genauso warum es bis heute existiert, nämlich durch Gewalt. Aber anscheinend erkennst du die Gewalt nicht, mit der das patriarchal kapitalistische System aufrechterhalten wird. Außerdem trieft dein gesamter Kommentar nur so vor Unkenntnis matrilinearer Kultur.

      Und dass die Dummheit zu genommen hat, ist ja wohl leicht an der Umweltzerstörung zu erkennen. Kein Tier ist so dämlich seine Lebensgrundlage selbst zu zerstören, aber die männlich dominierten Gesellschaften haben damit kein Problem.

      unzulässigen Idealisierung

      Was ist denn eine zulässige Idealisierung? Ich glaub du weißt selbst nicht, von was du sprichst. Erst denken – dann schreiben.

      • georgi schreibt:

        Den Begriff “Matriarchalismus” habe ich mir ausgedacht. Der Begriff hat hier das Licht der Welt erblickt. Der ist in etwa synonym zu “feministischer Matriarchatsforschung” zu verstehen. Der letzte Begriff klingt so nach Wissenschaft (wegen “-forschung”), die er aber gar nicht bedeutet. Da fand ich den Begriff “Matriarchalismus” einfach besser. OK, und zulässige Idealisierung gibt es natürlich nicht. Mein Fehler.

        Den Begriff des Patriarchats, den Friedrich Engels eingeführt hat, finde ich viel gescheiter. Derselbe Begriff in der feministischen Ideologie ist ideologisch begründete Männerfeindschaft. Die öffentliche Gewalt des Staates, um das Privateigentum zu schützen und Klassenkämpfe auszufechten, darf nicht mit der privaten Gewalt der Männer verwechselt werden. Friedrich Engels hat die Herausbildung des Patriarchats in den Zusammenhang mit der Entstehung der Klassengesellschaft und diese mit der Entstehung des Staates in Beziehung gesetzt. Matriarchalisten dagegen werten Männer moralisch ab. Gewalt ist für sie prinzipiell männlich. Umweltzerstörung auch. Daß beides die negativen Begleiterscheinungen der Entwicklung der menschlichen Zivilisation darstellen, darauf kommen Feministen nicht.

        Das Matriarchat ist für Feministen das Gegenkonzept zum Patriarchat, für Friedrich Engels hingegen “Noch-nicht-Patriarchat”. Das ist etwas vollkommen anderes. Wenn man nun die Noch-nicht-Patriarchate frühzeitlicher Menschheitskultur, die Ethnologen in der ganzen Welt registrieren, mit den feministischen Feindbildern verwechselt, dann kommt man zwangsläufig zu Idealisierungen frühzeitlicher Menschheitskultur.

      • lucia schreibt:

        @georgi

        Also ich weiß nicht, wie du darauf kommst, dass Engels den Begriff Patriarchat eingeführt haben soll. Er hat nur das Oberhaupt einer Familie im Zusammenhang mit Monogamie mal Patriarch genannt, das hat aber nix mit Patriarchat zu tun, denn damit ist die männliche Herrschaftsform (Androkratie) einer Kultur gemeint. Oder anders: Androkratie = Herrschaft des Mannes bzw. eine von Männern dominierte Gemeinschaft. Folglich kann er auch nicht – “Noch-nicht-Patriarchat” (was auch immer das sein soll) erwähnt haben.

        Und auch bei Marx kommt Patriarchat nicht vor. Es wäre wirklich besser, wenn du die Thematik denen überlässt, die sich nix zusammenfantasieren brauchen, weil sie Ahnung davon haben.

        Zitate von deinem Blog: 1. Es gab keine öffentliche Gewalt, die sich gegen das Volk richten konnte. Dafür war aber das Volk bewaffnet.

        Ist ja wirklich umwerfend logisch, wa?

        2. In feministischen Texten entstammt die Macht des Mannes hingegen einer geheimnisvollen heteronormativen Matrix. Woher die Macht des Mannes stammt, bleibt dabei vollkommen im Dunkeln.

        Genau, deswegen weiß auch die Hälfte der Gesellschaft nicht, woher die Gewalt kommt, vor der sie Angst haben muss.

        Vergiss es Mann, bzw. werde ich auf deine Kommentare nicht mehr antworten.

    • GwenDragon schreibt:

      Oh, Männer erfinden neue Feind-Wörter: Matriarchalisten und Matriarchalismus.
      Keine Ahnung was das sein soll, aber hat ja wie jeder Ismus was garantiert Böses innewohnend.

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