Warum nicht Mensch und Arbeit,

anstatt Gender mit Arbeit zu vermischen?

Als Erstes schließe ich mich Susan Pinkers Antwort auf die Frage an:
Also liegt es in unseren Genen: Frauen gehören an den Herd?

Jetzt missverstehen Sie mich absichtlich! Ihr Deutschen seid da unglaublich verbohrt.

Es ist wirklich unglaublich, dass Thesen, wenn sie sich erst mal in den Köpfen festgesetzt haben, sich offenbar nicht mehr entfernen lassen. Und zwar ist es auch egal, wem die Köpfe gehören, seien es Feministinnen, seien es Wissenschaftler_innen, seien es Politiker, seien es die Leute von nebenan. Deutsche Köpfe sind bis zum Abwinken so ziemlich gegen alles resistent. Da spielen dann die Ausnahmen kaum noch eine Rolle. Auch wenn bspw. Amis diverse Macken haben, so ist doch zumindest ihr Motto – „Leben und leben lassen“ – nachahmenswert.

Auf die Wissenenschaft übertragen heißt es dann – „forschen und forschen lassen“
anstatt es der tradiert männlichen Art nachzumachen – „wir sind die Schlausten“.
Wir müssen aufhören, den Mann als Standard zu sehen, sonst schießen wir uns selbst ins Knie. Zumal Studien gezeigt haben: Je fortgeschrittener die Emanzipation in einem Land ist, desto häufiger wählen Mädchen die klassischen Frauen-Fächer. Der Anteil weiblicher Physik-Studenten liegt in arabischen Staaten deutlich höher als in Westeuropa. Auch in Asien beweisen Frauen sich in Männer-Domänen. Bei uns dagegen machen sie, wozu sie Lust haben. Das ist eine Folge der Emanzipation, die aber so niemand erwartet hat!

Das Ganze macht natürlich nur Sinn, wenn die Männer ihre längst überfällige Emanzipation vom tradierten patriarchalen Männerbild beginnen, ansonsten wird sich kaum etwas verändern. Das betrifft allerdings auch die Frauen, die mit dem männlich dominierten System aus Eigennutz partizipieren, denn damit erhalten sie auch dasselbige.
Zumal es ein System ist, das das Wohlergehen des Einzelnen am Arsch vorbei geht
und dadurch definitiv nicht erhaltenswert ist.

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Über lucia

Anarchistische Feministin: Ein gleichberechtigtes menschenwürdiges Leben in Freiheit, ist für mich nur dann möglich, wenn es nichts mehr gibt, das über andere bestimmen kann.
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