UnschuldsLamm Mann..

Den folgenden Text auch als Audiofile.🙂

Mit dem Folgendem möchte ich nur meine Meinung verdeutlichen, aber nicht mit was auch immer beweisen, denn dafür gibt es für mich definitiv keine Gründe.

Dass Männer kritikunfähig sind, vor allem dann, wenn ihr heiß geliebtes Männlichkeitsbild von Frauen kritisiert wird, ist mindestens so alt wie der Bart des ersten Pharaos.
Seit Jahrtausenden mussten Frauen sich damit arrangieren, weil ihnen die Möglichkeiten fehlten, die größenwahnsinnig gewordenen Männer in ihre Schranken zu verweisen.
Dass nur die weibliche Gebärfähigkeit der Garant für den Erhalt ihrer menschenverachtenden Gesellschaften war und ist, wurde und wird generös übersehen.

Erst als Frauen in den 50er Jahren finanziell unabhängiger vom Mann wurden, veränderte sich allmählich dieser Frauen diskriminierende Zustand. Allerdings war nur ein partizipieren mit der männlich dominierten Gesellschaft möglich. Nicht nur welche Rolle
sie innerhalb derselbigen zu spielen hat wurde nach wie vor vom männlichen Weltbild bestimmt, sondern auch was sie selbst ist.

Simone de Beauvoirs Satz:
Wir Frauen werden nicht als Frauen geboren sondern dazu gemacht,
erschütterte nicht nur die Männerwelt, nein, sondern auch die der meisten Frauen,
zumal sich die ihre noch nicht wirklich von der der Männer unterschied. Und zwar weder im Denken noch im Handeln. Im Grunde genommen hat sich daran, trotz der Erfolge des Feminismus noch nicht viel geändert.

Natascha Walter hat es in ihrem Buch Living Dolls stecken gebliebene Revolution genannt. Zum einen, weil Mädchen absurderweise heutzutage noch mehr als vor Jahrzehnten auf lebende Puppen reduziert werden. Und auch weil zu viele Frauen die erkämpften Errungenschaften des Feminismus zwar selbstverständlich nutzen, aber ihre Ärsche nicht hochkriegen, um mitzuhelfen, dass der nicht gerade wenige diskriminierende Rest auch noch verschwindet. Dazu fällt mir nur scheiß Weiber ein.

Zum anderen, weil die nach wie vor dominierenden Männer alles tun, damit ihre Machtpositionen nicht noch mehr schrumpfen. Anscheinend ist immer noch zu wenigen bewusst, dass Machthaber nicht freiwillig auf ihre Macht verzichten.

Die weltweit stattfindenden Massaker, mit denen größenwahnsinnige Machthaber ihr eigenes Volk abschlachten, werden von den westlichen Gesellschaften wohl nur als Probleme der betroffenen Länder angesehen. Die Opiate Demokratie, Menschenrechtsdeklaration, Selbstbestimmungsrechte, Freiheit sowie auch Religionen, haben offensichtlich nichts an ihrer Wirkungskraft verloren.

Wenn frau nun die Frechheit besitzt, zu sagen, diese ganze Scheiße ist in Männergehirnen erfunden worden, dann wird meistens nur höhnisch erwidert; – ja ja, nur die Männer sind an allem Schuld – oder auch – Frauen sind nicht die besseren Menschen. – Meistens gehe ich darauf gar nicht ein, denn das ist mir nun wirklich zu dämlich.

Mit denjenigen, die nicht mal schnallen, dass die Frauen die sowohl in Politik als auch in der Wirtschaft bestimmende Positionen haben, genauso denken und handeln, wie ihre männlichen Kollegen, zumal sie sonst gar nicht solche Positionen hätten, wäre für mich ein Diskurs wirklich nur vergeudete Zeit. Fakt ist für mich, dass die ganze männliche Scheiße mit dem ersten Patriarchat anfing und nach wie vor besteht.

Dass nicht nur ich so denke, belegen ja u.a. auch die als „Lila Pudel“ stigmatisierten Männer, die den vernagelten Männergehirnen auch heftige Kopfschmerzen bereiten.
Die selbstherrlich selbst ernannten Herren der Schöpfung stecken tief in der Krise,
und darum sollten sie sich endlich mal kümmern, zumal das längst überfällig ist.
Denn es kann definitiv nicht der Sinn einer Gesellschaft sein, dass die weibliche Hälfte
vor der männlichen Angst haben muss, tagtäglich und überall gewalttätig sowie sexuell belästigt zu werden.

Das hat mit dem oft zu hörenden Argument, dass sich Frauen als Opfer empfinden rein gar nichts zu tun, sondern mit der gesellschaftlich geduldeten männlichen Gewalt, grad so,
als ob sie ein Naturgesetz wäre, und deswegen auch nicht veränderbar ist.
Tatsächlich ist Gewalt das einzig übrig gebliebene Mittel für Männer um ihre Dominanz
zu erhalten. Denn alles andere, mit dem Frauen Jahrtausende lang als minderwertig diskriminiert wurden, war nichts weiter als übelst stinkende männliche Fürze.

Fazit:
Die meisten Männer müssen sowohl endlich begreifen, dass das von ihnen dominierte gesellschaftliche Konstrukt gescheitert ist, als auch, dass sie als bestimmende Kraft für die Erhaltung eines menschenwürdigen Daseins noch unfähig sind. Erst dann wäre ein Diskurs über ein gleich berichtigtes Miteinander zwischen ihnen und Frauen keine vergeudete Zeit.

PS. Weil die Kommentarfunktion auf der Site 0 – about deaktiviert ist,
habe ich es auch noch mal hier gepostet. Bzw. gefällt es mir auch nicht, wenn sozusagen
im Hintergrund kommentiert wird.

Über lucia

Anarchistische Feministin: Ein gleichberechtigtes menschenwürdiges Leben in Freiheit, ist für mich nur dann möglich, wenn es nichts mehr gibt, das über andere bestimmen kann.
Dieser Beitrag wurde unter männerwelt abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.