Mythos: Frauen wollen versorgt werden…

Das können nur Männer behaupten, die keine Ahnung von der weiblichen Psyche haben. Folglich auch nicht wissen, dass sich Frauen nicht nur um sich zu reproduzieren auf Beziehungen mit ihnen einlassen. Wie auch immer eine Beziehung gelebt wird, sie macht nämlich auch mehr Spaß als alleine durchs Leben zu wandern. 

Der Spaßfaktor ist wohl heute für die meisten Frauen wichtiger als versorgt zu werden, zumal ihnen heutzutage kein Mann mehr bieten kann als sie selbst trotz schlechterer Bezahlung erreichen können.

Hinter dieser Versorgungs-Mythe verbirgt sich einerseits die alte tradierte Klamotte des Alleinverdieners Mann, mit dem sich aber Frauen die finanzielle Abhängigkeit von ihm einhandeln würden. Andererseits sieht es aber in den meisten Beziehungen tatsächlich
so aus, dass sich der Mann von der Frau versorgen lässt, obwohl auch sie arbeitet.

Denn die Klage, dass ihre Männer sie mit den Haushaltsarbeiten im Regen stehen lassen, hört man nämlich von den meisten Frauen. Für die meisten Männer ist es nämlich immer noch wie selbstverständlich, dass ihre Frauen putzen, Wäsche waschen, bügeln und ihnen auch noch das Essen servieren.
Das hat verdammte Ähnlichkeit mit der tradierten Mutterrolle.

Dass Frauen aber nicht per definitionem ihre Mütter sind, die wohl nichts anderes gemacht haben, als ihnen Puderzucker in den Arsch geblasen, begreifen sie nicht oder wollen es nicht begreifen.
Wohl Letzteres, denn Haushalt passt nicht in ihr selbstherrliches Männerbild.

Fazit: Die meisten Männer sind wie kleine Jungs, die ihre Mütter auf Frauen projizieren, und wollen folglich auch von ihnen wie von ihren Müttern versorgt werden.
Mythen können lange leben, aber definitiv nicht ewig. 🙂

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Über lucia

Anarchistische Feministin: Ein gleichberechtigtes menschenwürdiges Leben in Freiheit, ist für mich nur dann möglich, wenn es nichts mehr gibt, das über andere bestimmen kann.
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