Genitalverstümmelung: Brutalste Form der Unterdrückung…

Waris Diri: "Irgendwo in ihrem Inneren wissen die Männer, wie stark wir Frauen in Wirklichkeit sind!"

Waris Dirie wird 1965 als Tochter von Nomaden in der somalischen Wüste geboren.
Mit 13 Jahren soll sie zwangsverheiratet werden und flieht nach Europa. Von London aus macht sie dort Karriere als Model und kämpft seit mittlerweile über zwölf Jahren gegen die Beschneidung von Mädchen (Female Genital Mutilation). Waris Dirie wurde selbst im Alter von 5 Jahren beschnitten, im Gegensatz zu zwei ihrer Schwestern überlebte sie die Prozedur. Ihre Erfahrung und ihren Kampf gegen FGM beschreibt sie in ihrem ersten Buch „Wüstenblume“ (1998). Mit „Schwarze Frau, weißes Land“ hat sie nun ihr viertes Buch veröffentlicht. Wieder geht es um ihren Kampf gegen FGM, diesmal aber wird die Beschneidung als Folge und vor dem Hintergrund von politischen und ökonomischen Problemen in den betroffenen afrikanischen Ländern behandelt. Das Buch ist seit dem 5. Mai 2010 im Handel.

Auszug aus dem Interview mit der taz online:

Waris Dirie floh von Afrika nach Europa, weil sie zwangsverheiratet werden sollte. Sie wurde als Model berühmt und engagiert sich gegen Genitalverstümmelung. Jetzt hat sie ihr viertes Buch geschrieben.

Frau Dirie, mit 13 Jahren sind Sie aus Ihrer Heimat Somalia geflohen. Seitdem leben Sie in Europa, zuletzt in Wien, sind österreichische Staatsbürgerin. Warum haben Sie sich nun entschlossen, nach Afrika zurück zu gehen und dort eine Farm aufzubauen?

Das war ein Prozess und geschah im Zuge meines Kampfes gegen die weibliche Genitalverstümmelung. Darüber zu sprechen und ein Bewusstsein in der Öffentlichkeit dafür zu schaffen, ist enorm wichtig – aber eben nicht genug. Ich muss dieses komplexe Problem an seinen Wurzeln packen, und das bedeutet eben auch, nach Afrika zurück zu kehren und den Frauen dort zu helfen. Read more

Frauenbeschneidung – Genitalverstümmelung # Terre des femmes # Target # Plan

Guinea

Beschneidungsfreie Dörfer

Eine guineische Hebamme sagt „Nein!“ zur weiblichen Genitalverstümmelung. Die außergewöhnliche Frau will nicht länger akzeptieren, dass die Gesundheit von Mädchen und Frauen einer grausamen Tradition geopfert wird – mit Erfolg. So arbeitet Plan über den „Internationalen Tag gegen Mädchenbeschneidung“ hinaus an der Abschaffung der Praxis. Weiterlesen klickt Plan an.


Dass dieses Thema vor allem mit Empathie angesprochen werden sollte, dürfte für jeden verständlich sein. Die erste Station meiner Weltreise war Afrika und ich wurde in Togo unfreiwillig Zeuge bei der Genitalverstümmlung eines ca. 7-jährigen Mädchens. Weil ich die Schreie des Mädchens nicht mehr ertragen konnte, bin ich in das Haus reingestürmt.
Während ich das jetzt 7 Jahre später schreibe, treibt es mir immer noch die Tränen in die Augen.

Das ist nicht in Togo - so werden Mädchen danach gefesselt, um zu verhindern, dass sie sich an die Wunde fassen

Der Grund dieses Posts ist der Artikel:
„Weibliche Beschneidung“ auf Blog „Alles Evolution“.

Das Maskulisten eigentlich nicht der Rede wert sind, zumal sich selbst die Männerrechtsbewegung von ihnen distanziert, mache ich ob dieses sensiblen Themas eine Ausnahme, denn die notwendige Sensibilität kommt in dem Artikel überhaupt nicht vor.
Und was das Thema mit Evolution zu tun hat, erschließt sich mir beim besten Willen nicht.
Es sei denn, es würde sich auf die degenerierte Männerherrlichkeit beziehen. Aber bis das dort passiert, geht wohl eher das Web baden.

Zitiertes ist blau.

Vorweg, weil es ja ein sensibles Thema ist und das Nachfolgende nüchtern klingt: Weibliche Beschneidungen sind falsch und ich wäre ein glücklicher Mensch, wenn sie komplett stoppen würden. Zynismus pur.

Weibliche Beschneidungen beschränken die Sexualität der Frau, indem diese schmerzhaft gemacht wird und das Lustempfinden wegfällt/stark reduziert wird. Die Frage ist, welche Prinzipien hier zugrunde liegen. Eine Ausschaltung der Sexualität der Frau kann mehrere Funktionen haben. – Erhöhung der Wahrscheinlichkeit, dass der Ehemann der Vater ist – Schutz der Frauen vor sexueller Konkurrenz.

Frau ist Maschine, deren Funktionen Mann beliebig an und ausschalten kann, und natürlich auch zum Schutz der Frau vor sexueller Gewalt, die eine zu genähte Vagina ja unmöglich macht. Den letzten Punkt hat Christian allerdings vergessen. Wäre ja auch zu schön gewesen, wenn er plötzlich Anteilnahme gezeigt hätte.

Das folgende Vater-Kostengeschwätz poste ich nicht hier, es würde ob des Maskulisten Kack-Scheißes meinen Blog verschmutzen. Hier: weiterlesen – natürlich nur wer will.😀

Über lucia

Anarchistische Feministin: Ein gleichberechtigtes menschenwürdiges Leben in Freiheit, ist für mich nur dann möglich, wenn es nichts mehr gibt, das über andere bestimmen kann.
Dieser Beitrag wurde unter frauen wehrt euch abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

6 Antworten zu Genitalverstümmelung: Brutalste Form der Unterdrückung…

  1. Piratenweib schreibt:

    Um Himmels Willen! Du liest freiwillig beim Evolutions-Christian mit?

    Maskulisten würden wahrscheinlich FGM auch gern bei uns einführen, da hätten sie dann die Frauen unter Kontrolle. Und das ist ja ihr alles beherrschender Wunsch. Zurück in die Vergangenheit, die sie sich heute so schön reden. Alter Männer Herrlichkeit. Bäh.

    • lucia schreibt:

      Naja freiwillig nicht wirklich, aber den Mist dort unkommentiert stehen lassen, kann ich einfach nicht.
      Aber ich arbeite dran.🙂

Kommentare sind geschlossen.