Das Wort am Sonntag: Kannibalismus…

Gemalt von dem spanischen Maler Luis Royo

In dem Artikel – „Global Overshoot Day“ – ist das Thema die heutige rücksichtslose Vernichtung von Ressourcen. Wenn das nicht gestoppt wird, dann erledigt sich das Thema Überbevölkerung von selbst. Weil in absehbarer Zeit ein großer Teil der Weltbevölkerung verhungern wird. Das werden aber nicht mehrheitlich die sein, die in hauptsächlich landwirtschaftlich bewirtschafteten Ländern leben, sondern die die in industrialisierten Ländern leben, weil sie von der Lebensmittelindustrie abhängig sind, die mangels Ressourcen zusammenbrechen wird. Ein zurück aufs Land ist in diesen Ländern für die meisten unmöglich. In Städten ist Landwirtschaft nicht machbar. Und wohin könnten bspw. die 3,7 Millionen Pariser hinziehen? Das Umland ist ja nicht menschenleer.

Das Folgende ist Fiktion:
Darwins These, dass der am Bestenangepasste überlebt, hat sich in der am brutalsten ist, überlebt verwandelt. Die neuen Mächtigen sind folglich die Brutalsten. Mangels Lebensmittel herrscht Kannibalismus. Dabei werden mehr Männer als Frauen gefressen, weil Frauen gebärfähig sind. Außerdem sind ja weniger Männer als Frauen zur Erhaltung der Art notwendig. Und dieser Aspekt bleibt trotz der katastrophalen Umstände wichtig. Die kräftigsten & intelligentesten Frauen sowie Männer sind die Zuchtstuten bzw. Zuchtbullen. Alle anderen werden zu etwas Essbarem verarbeitet.
Die Klamotte der Überbevölkerung ist Schnee von gestern. 😉

Diese Fiktion ist ob der schon herrschenden und akzeptierten Gewalt durchaus vorstellbar, zumindest für mich. Ich müsste mich nur dazu überwinden, auch mal Fleisch zu essen. 😀

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Über lucia

Anarchistische Feministin: Ein gleichberechtigtes menschenwürdiges Leben in Freiheit, ist für mich nur dann möglich, wenn es nichts mehr gibt, das über andere bestimmen kann.
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14 Antworten zu Das Wort am Sonntag: Kannibalismus…

  1. Keydie Lyn schreibt:

    Ja… Ich bin auch immer wieder entsetzt von der in dieser ach so zivilisierten Welt herrschenden und akzeptierten Gewalt. Der Kapitalismus spiegelt das auch wieder. Da wird Geld gescheffelt in dem auch mit Lebensmitteln spekuliert wird und denen, die sowieso schon kaum überleben können, wird mit den in die Höhe getriebenen Lebensmittelpreisen noch die letzte Grundlage genommen.
    Wie kalt, gnadenlos und unbarmherzig, ja wie egoistisch müssen solche Menschen sein, die sowas zu ihrem eigenen Vorteil in Kauf nehmen können?

    In der von Dir beschriebenen Fiktion würde ich nicht leben wollen… – nein danke… In dieser Welt habe ich schon meine Probleme damit. Dann doch lieber tot.

    LG Keydie

    • lucia schreibt:

      Warentermingeschäfte sind beliebte Männerspiele – Filme, die ihre Männlichkeit verherrlichen gibt’s wie Sand am Meer.
      Sie spielen gerne, merken aber nicht, dass es tödliche Spiele sind, ganz zu schweigen davon, dass es ihr eigener Tod ist.

      LG,
      Lucia

      • Keydie Lyn schreibt:

        Wahrnehmungsreduziert? Tunnelblick? Und es ist egal, ob das Licht am anderen Ende des Tunnels ein entgegenkommender Zug ist?

        Wenn man nur ein wenig mit der Welt verbunden ist, dann fühlt man doch schon, welche Konsequenzen das eigene Handeln haben könnte oder hat. Im Normalfall schreit es einen doch förmlich an.

        Vielleicht haben diese Weltverbundenheit einfach zu wenige Männer? Wobei ich mich das auch manchmal bei manchen Frauen frage…

        LG Keydie

      • Zhen schreibt:

        Es gibt sogar die These, dass Börsenhändler Psychopathen sind. Ich bezweifle jedoch, dass sich an der Verelendung einer Klasse im Kapitalismus etwas ändern würde, wenn nur noch psychisch gesunde, altruistische Frauen an Börsen handeln würden. Denn auch sie müssen den Gesetzen des Systems gehorchen. Können sie keine Profite realisieren, sind sie ihren Job los. Da heute ein Großteil des Handels von Computerprogrammen erledigt wird, ist überhaupt fraglich, wieso es dabei auf Egoismus oder Männlichkeit ankäme. Schon Marx hat dargelegt, dass die Opposition Egoismus–Altruismus zur Erklärung des Kapitalismus nichts taugt. Im Kommunismus wird dieser Gegensatz obsolet sein. Statt auf eine kommunistische Revolution hinzuarbeiten, nur die männlichen Ausbeuter durch weibliche ersetzen zu wollen, ist nicht emanzipatorisch, sondern machtgeil.

      • lucia schreibt:

        @Keydie

        Siehe „Egozentrismus“ davon sind auch Frauen betroffen. 😉

      • lucia schreibt:

        @Zhen:

        Dass das am kapitalistischen System liegt und nicht an Männern oder Frauen, ist spätestens seit dem Manchesterliberalismus à la Herbert Spencer bekannt. Genauso bekannt ist aber auch, dass Männer risikobereiter sind als Frauen. Siehe die Insolvenz der Lehman Brothers. Siehe den Wahnsinn der Formel 1 etc. pp.

        Und alleine mit dem Begriff Kommunismus erklärt sich gar nichts. Wilhelm Reich bezeichnete sie als „Rote Faschisten“, und die sind bekannterweise auch Kapitalisten. Verpackung und Inhalt sind zweierlei.

        Statt auf eine kommunistische Revolution hinzuarbeiten, nur die männlichen Ausbeuter durch weibliche ersetzen zu wollen, ist nicht emanzipatorisch, sondern machtgeil.

        Was soll das denn?
        Davon ist hier überhaupt nicht die Rede.
        Deinen Frauenhass kannst du bei Christian abladen, und nicht hier. D’accord?

      • Zhen schreibt:

        Ja, Männer sind wohl im Allg. risikobereiter als Frauen, oft zu ihrem eigenen Schaden, etwa im Verkehr, beim Glücksspiel usw. Es ist aber auch hilfreich, dass es Menschen gibt, die bestimmte Risiken eingehen. Diesen Geschlechtsunterschieden trägt eine natürliche Arbeitsteilung Rechnung. So gibt es etwa mehr männliche Feuerwehrleute als weibliche.

        Deine Bemerkung, dass Männer gerne tödliche Spiele spielen, ist eben doch eine Kritik an der männlichen Mitwirkung im Kapitalismus. Ich lese darin immer noch den Gedanken, dass es mit mehr weiblicher Beteiligung anders liefe. Das ist – du sagst es ja selbst – falsch, da der Kapitalismus ein strukturelles Problem ist, das nicht durch neues Personal zu beheben ist. Da hilft nur eine kommunistische Revolution. Der Begriff Kommunismus ist relativ unspezifisch. Deshalb spezifiziere ich jetzt: Ich verorte mich im libertären Sozialismus.
        Deine beliebte Polarisierung („Frauenhass“) trifft auf mich nicht zu und ist einer sachlichen Diskussion nicht dienlich.

      • lucia schreibt:

        Meine beliebte Polarisierung fällt nicht vom Himmel. Aber da du offenbar an Gedächtnisschwund leidest, bin ich so nett und leiste dir für deinen Frauenhass Erinnerungshilfe.

        Zhen schrieb: „Entscheide dich halt mal, was du willst. Winselnde Beta-Pudel oder männliche Alpha-Durchblicker? Wahrscheinlich beides, damit du alle gegen alle ausspielen und über jeden herziehen kannst. So sind sie, unsere vom Hass zerfressenen Femifotzen.

        Ich hoffe die Erinnerungshilfe war erfolgreich, dann wirst du auch besser verstehen können, warum ich an einer Diskussion mit dir kein Interesse habe.

      • Keydie Lyn schreibt:

        Zhen: „So sind sie, unsere vom Hass zerfressenen Femifotzen.“

        <<< Derartige Ausfälligkeiten gehen in meinen Augen gar nicht.

        Emotionale Ausbrüche scheint es bei hochemotionalen Themen aber immer wieder zu geben – von allen beteiligten Seiten.
        Das finde ich schade, weil dadurch die sachlich-konstruktive Ebene i.d.R. ganz schnell verlassen wird.

        Ich schrieb mit Zhen schon einige lange E-Mails hin und her. Bisher konnte ich allerdings noch keinen Frauenhass entdecken…

        LG Keydie

      • lucia schreibt:

        @Keydie

        Er glaubt, dass ich Männer hasse, obwohl er mich nicht kennt. Dass Männer mehr abkriegen als Frauen, weil sie nach wie vor die Gesellschaft dominieren, bedeutet ja noch lange nicht, dass ich sie hasse. Und wäre nicht nur im Web sowieso nur Energie- & Zweitverschwendung. Was er braucht, ist Aufmerksamkeit, und wenn er sie nicht bekommt, flippt er aus. Typisch Mann eben. 😉

        LG, Lucia

      • Keydie Lyn schreibt:

        Lucia: „dass ich Männer hasse, obwohl er mich nicht kennt.“

        Sei mir nicht böse… – aber bei mir und einer Freundin, die hier ab und an mal liest kam das leider auch so an.

        Allerdings hatten wir auch nicht die Gelegenheit alles zu lesen was Du schon geschrieben hattest, um uns ein Gesamtbild von Dir zu machen.

        Mir war aber schon klar, dass ich mit meiner Einschätzung fehl liegen könnte und würde mich aus einer bloßen Vermutung heraus nicht zu Beschimpfungen verleiten/hinreißen lassen. Wie Du schon schriebst, ich kenne Dich ja nicht wirklich…
        Aber ich freue mich schon über Deine Klarstellung… 🙂

        Mit der Energie- und Zeitverschwendung hast Du auch Recht. Hass hat noch niemanden weiter gebracht – es ist nur eine Emotion, die schlechte Energie im Körper erzeugt und einen letztlich nur selbst zerfrisst. Daher halte ich – bisher recht erfolgreich – Hass aus meinem Leben fern.
        Aber es gibt Leute, denen ist es egal. Die Leben ihren Hass auf allen Ebenen. Arme Menschen…

        Manche Menschen brauchen schon mehr Beachtung und ja… – Männer wohl schon mehr als Frauen… Oder nur auf eine andere Art und Weise?
        Erfahrungsgemäß brauchen es Männer auch mal gelobt zu werden – für eigentlich ganz alltägliche Dinge, wo ich mir als Frau dann schon ziemlich verarscht vorkommen würde, wenn mein Partner mich plötzlich dafür loben würde.

        Aber vielleicht ist das etwas, dass im im Umgang miteinander einfach so annehmen sollten. Vielleicht würde ja jetzt ein Mann nachlegen und schreiben: Ihr Frauen braucht immer dies und das und das kann ich auch kaum glauben…

        LG Keydie

      • lucia schreibt:

        @Keydie

        Das Web ist für mich seit meinem 12. Lebensjahr eine Theaterbühne, auf der ich das spiele was mir in den Sinn kommt. Wenn ich mich nicht irre, habe ich momentan 13 Blogs. Und auf fast jedem spiele ich eine andere Rolle. Aber wie ich wirklich bin, erkennt man nur, wenn man mich persönlich kennt. Nicht zuletzt ist Spaß mir dabei mit am wichtigsten. Ich habe ’ne Menge Leute in den 14 Jahren im Web kennengelernt, die sich zu ernst genommen haben. Und deswegen waren auch viele von denen frustriert. So was kann mir nicht passieren. 😀 tanz

        LG,
        Lucia

  2. Zhen schreibt:

    „Er glaubt, dass ich Männer hasse, obwohl er mich nicht kennt.“
    So fern liegt das ja nicht. Ich schätze dich halt aufgrund dessen ein, was ich so von dir lese. Aber gut, dass du es klargestellt hast. Ich werde dich in hitzigen Diskussionen auf Alles Evolution daran erinnern. 🙂

    „Dass Männer mehr abkriegen als Frauen, weil sie nach wie vor die Gesellschaft dominieren“
    Die These wurde dir ja nun schon ein paar (tausend) mal widerlegt. Es gibt kein Patriarchat. Es herrscht, wer Kapital hat oder die Interessen des Kapitals vertritt. Und das sind Männer und Frauen.

    Ich habe mit „Maskulisten-Kacke“ nichts am Hut. Ich bin gespannt, wann du das endlich mal zur Kenntnis nimmst. Wenn ich deine Seite mit verschobenen Kommentaren lese, sehe ich auch Parallelen zu deiner derben Sprache (Kack, Scheiß, …). Emotionale Grenzüberschreitungen sind in emotional und persönlich geführten Diskussionen nicht immer auszuschließen. Ich sage aber auch offen, dass manche dieser Kommentare ob ihrer gekünstelten, fantasievoll überzogenen Hasspoesie, zur Erheiterung taugen. Sie sind einfach zu absurd, zu surreal. Sie sind Ausdruck der Verzweiflung, wenn man bei dir argumentativ nicht mehr weiter kommt. Nimm das nicht alles wörtlich. Wenn Menschen so oft mordeten, wie sie im Affekt mit Mord drohen, gäbe es längst keine Menschen mehr.

  3. Zhen schreibt:

    Ergänzung: Dass Personen – pars pro toto – über ein charakteristisches Körperteil bezeichnet werden, ist ja auch dir geläufig („Schwanze Liste“). Ich habe dasselbe in bezug auf eine Sorte Feministinnen getan. Frauenhass kann man daraus nicht ablesen.

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