Revolutionen in der arabischen Welt – oder – Hoffnungen auf religiösem Treibsand gebaut.

Ende einer schrecklichen Herrschaft: der tote Gaddafi in Sirte. Bild: dapd

Nun ist er tot, das Arschloch Gaddafi. Jahrzehnte lang sind ihm die europäischen Politiker sowohl des Erdöls wegen als auch für lukrative Aufträge für diverse Konzerne in den Arsch gekrochen. Haben damit letztendlich seine menschenverachtende Diktatur erst ermöglicht. Und ja, diese europäischen Schleimscheißer heucheln nun, nachdem er tot ist, munter weiter.

Nach den Berichten über den Tod des libyschen Ex-Machthabers Muammar Al-Gaddafi sieht die Europäische Union „ein Ende der Ära von Gewaltherrschaft und Unterdrückung, unter der das libysche Volk zu lange gelitten hat“. In einer Erklärung von EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy und EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso vom Donnerstag heißt es: „Heute kann Libyen eine neue Seite in seiner Geschichte aufschlagen und eine neue demokratische Zukunft beginnen.“

Die politische EU-Spitze forderte den Nationalen Übergangsrat Libyens auf, einen „breit angelegten Prozess der Aussöhnung“ einzuleiten. Dieser müsse sich an alle Libyer richten und einen „demokratischen, friedlichen und transparenten Übergang im Land ermöglichen“. Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi reagierte mit den Worten „Sic transit gloria mundi“ – so vergeht der Ruhm der Welt – auf die Berichte über den Tod seines einstigen Freundes Muammar al-Gaddafi. Er fügte hinzu: „Jetzt ist der Krieg vorbei.“ Außenminister Franco Frattini bezeichnete Gaddafis Tod als „großen Sieg für das libysche Volk“.

Die Frage, warum sich die europäischen Politiker ob ihrer Heuchelei nicht schämen, kann frau getrost vergessen. Für diese Arschlöcher ist das alltägliche Routine. Das ist so offensichtlich wie ein Sonnenaufgang. Umso erstaunlicher ist es, dass die europäischen Völker solche Arschlöcher als die Vertreter ihrer Interessen nach wie vor wählen.
Ich hab den Verstand kotzen gesehen.

Dass was in Libyen folgen wird, steht schon in Tunesien in den Startlöchern. Islamistischer Fundamentalismus. Am kommenden Sonntag finden zum ersten Mal freie Wahlen statt. Die islamistische Partei Ennahda gilt als Favorit und wird obendrein auch noch von Frauen unterstützt. Kontraproduktiver können sich diese Frauen gar nicht verhalten. Die männliche Hegemonie bzw. die islamistischen Fundamentalisten werden es ihnen danken. Schließlich ist im religiösen Treibsand von Allahs Henkern gefickt zu werden, auch ein Fick. Ich hab den Verstand kotzen gesehen.
Alle anders denkenden Mädchen und Frauen können einem da nur leidtun.

Tunesien vor der ersten freien Wahl:

„Die Revolution der jungen Frauen“

Drei Frauen berichten, wie die Realität nach dem Umsturz aussieht. Zwar befürworten alle Parteien die Gleichberechtigung, mit der Realität habe das aber wenig zu tun.

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Über lucia

Anarchistische Feministin: Ein gleichberechtigtes menschenwürdiges Leben in Freiheit, ist für mich nur dann möglich, wenn es nichts mehr gibt, das über andere bestimmen kann.
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