Mehr Steuerabgaben wären ein kontrollierter Vermögensverlust…

Mein Senf: Sollte es tatsächlich dazu kommen, dass die Super-Reichen mehr Steuern zahlen, um den Kapitalismus zu retten, dann werden die Löhne aller auf den Stand von vorgestern sinken, weil ihnen gesagt werden wird, wir müssen das machen, um den Kapitalismus zu retten. Die hegemoniale Sackgenossenschaft wusste zwar schon immer, wie sie drohende Macht- und Besitzverluste abwenden konnte. Aber alles ist vergänglich.

Von Roosevelt lernen:

Kommentar von Ulrike Herrmann – taz online.

Warren Buffett lässt nicht locker. Der US-Milliardär will unbedingt mehr Steuern zahlen. Er bombardiert die New York Times mit Artikeln, in denen er vorrechnet, dass er von seinem Millioneneinkommen prozentual nur halb so viel abführen muss wie ein normaler Angestellter.

Das ist fraglos ein Skandal. Allerdings ist er nicht neu. Buffett hätte auch schon vor fünf Jahren auffallen können, dass die Millionäre weltweit zu wenig Steuern zahlen.
Warum also meldet er sich jetzt?

Warren Buffett ist eben schlau. So schlau, dass er gern auch das „Orakel von Omaha“ genannt wird. Und Buffet hat erkannt, dass den Reichen dieser Welt nur noch die Wahl zwischen zwei Übeln bleibt: Entweder sie zahlen mehr Steuern, was ein kontrollierter Vermögensverlust wäre – oder aber die Weltwirtschaft kollabiert in einem Crash, was einem unkontrollierten Vermögensverlust gleichkäme. Angesichts dieser Alternativen will Buffett lieber auf der Kommandobrücke bleiben, weswegen er nun so vehement für Reichensteuern plädiert. Er hat eingesehen, dass nur noch ein starker Staat den Kapitalismus retten kann.

Doch nicht „Masters of the Universe“ <- hier weiterlesen.

Über lucia

Anarchistische Feministin: Ein gleichberechtigtes menschenwürdiges Leben in Freiheit, ist für mich nur dann möglich, wenn es nichts mehr gibt, das über andere bestimmen kann.
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