Aberglaube…

Huhu Verstand - wo bist du?

Er ist auch noch heutzutage der am weitesten verbreitete Glaube. Daran hat auch die moderne Wissenschaft mit all ihren technischen Equipments nichts geändert.
Genau das Gegenteil ist der Fall. Die längst als überwunden geglaubten uralten biologistischen Vorurteile werden von den angeblich neuen Erkenntnissen bestätigt.

Die auffälligste Neuauflage ist die, die zum wiederholten Male uns Frauen erklärt was wir sind bzw. wie wir nach biologisch determinierten Prägungen à la Evolution sein müssten. Dass das zu einem Zeitpunkt geschieht, indem politische wie wirtschaftliche Stagnation herrscht, ist genauso wenig ein Zufall, wie die offensichtliche Krise der Männer, bedingt das eine doch das andere, weil qua Aberglaube materieller Status ihr angebeteter Gott ist.

Dass es noch keinen Gott gegeben hat, der nicht von Männern erfunden wurde, macht zweifellos ihren Größenwahn sichtbar. Geradezu absurd wird dieser Aberglaube, wenn frau bedenkt, dass ein erfundener Gott sie vor ihren Krisen auch nicht schützen kann. LOL

Da Wissenschaftler_innen durch die gleiche Sozialisierungsmühle wie fast alle anderen gedreht werden, sind auch sie von den willkürlichen Gesetzen die die männlich dominierten Gesellschaften beherrschen abhängig. Abhängigkeit ist wohl die schlechteste Basis für Forschung jeglicher Art. Das zieht sich durch alle Wissenschaften seit spätestens der Antike bis heute wie ein roter Faden.

Alles, was der männlichen Dominanz schaden könnte, verschwindet im Nirgendwo.
Oder wird von denen die dem System in den Arsch kriechen zerrissen, was allerdings dasselbe ist. Zum Glück gab und gibt es aber auch Wissenschaftler_innen, die sich davon nicht beeinflussen ließen bzw. lassen.

Diese Wenigen machen zweifelsfrei sichtbar, dass auch die heutige männlich dominierte Gesellschaft nur ein Konstrukt für männliche Interessen ist. Die Frau ist – krass gesagt – immer noch nur das notwendige Übel zur Erhaltung derselbigen. Dass es auch Frauen gibt, die das zu ihrem persönlichen Vorteil nutzen, ist ob ihrer männlichen Denk- und Handlungsweise kein Wunder. Zumal sie nur deswegen diese Vorteile bekommen.

Abhängigkeit vermischt mit Aberglaube ergibt ein Gemisch aus obskuren Ansichten, die auf Cocktailpartys mit den üblichen Tiefgründigkeiten über angeborene Aggression, Geschlechterrollen und dem nackten Affen an sich ausgetauscht werden. Millionen Menschen vermuten inzwischen, dass ihre sozialen Vorurteile doch auf wissenschaftlichen Fakten beruhen. Indessen sind es diese latenten Vorurteile selbst – und nicht etwa neue Daten die Hauptursache für das neuerliche Interesse.

Dass dieser Aberglaube so verbreitet ist, ist den Medien zu verdanken, die diesen Müll heutzutage bis in die entferntesten Ecken der Welt qua Internet verbreiten. Dazu passt dann auch, dass sowohl auf Schulen als auch auf Unis nur ein 08/15 Bildungsprogramm durchgezogen wird. Ganz im Interesse des Systems, welches nämlich nur angepasste konsumierende wie arbeitende Sklaven zur Profitsteigerung braucht, aber keine Menschen, die ihren Verstand gebrauchen können. Und wenn frau noch zusätzlich die Volksverdummung qua TV hinzunimmt, dann wird mehr als offensichtlich, mit welchen Mitteln die männliche Dominanz aufrecht erhalten wird.

Aus Sicht der Evolution gibt es männlich dominierte Gesellschaften nicht mal eine Sekunde lang. Eine Überflüssige obendrein, denn ohne sie gäbe es uns nicht nur trotzdem, sondern es würde uns allen auch besser gehn. Zumal Technik kein Zeugnis für Kultur ist.

Ich hab den Verstand kotzen gesehen.

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Über lucia

Anarchistische Feministin: Ein gleichberechtigtes menschenwürdiges Leben in Freiheit, ist für mich nur dann möglich, wenn es nichts mehr gibt, das über andere bestimmen kann.
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