Absurdistan oder das Brain-Fuck-Construct…

Absurdistan ist kein real existierendes Land, nein, sondern ein Brain-Fuck-Construct von Männern, die dem reaktionären biologistischen Wahn verfallen sind, dass sie zur Dominanz über Schwächere aber vor allem über Frauen berechtig sind. Wenn es nämlich so wäre,
dann wäre ja auch das quasi tägliche Wiederkauen alter Biologismen so unnötig wie ein Kropf. Brain-Fuck also.

Spätestens seit dem Christentum wird dieses Brain-Fuck-Construct mit Gewalt aufrechterhalten und zwar nur damit, weil ihnen andere Mittel nicht zur Verfügung stehen. Dass sie sich damit auch selbst ins Knie ficken, begreifen sie ob ihrer Dummheit, die offensichtlich grenzenloser als das Universum ist, natürlich nicht.
Dafür gibt’s unendlich viele Beispiele.

Unter anderem auch ihre heiß geliebte möglichst weite Verbreitung ihrer Gene.
Die zumindest heutzutage schon alleine an dem WOLLEN der Frau scheitert.
Keine Frau ist ob ihrer Gebärfähigkeit an ein biologisch determiniertes Kreuz genagelt,
ein Kind bekommen zu müssen.
Der Witz daran ist, dass auch kein Mann dazu gezwungen ist, eins zu zeugen.
Und zwar weder aus biologischen noch aus evolutionären Gründen.
Ob die Gene EINZELNER dem Genpool erhalten bleiben oder nicht, ist bei Milliarden
von Menschen so unwichtig wie es nur sein kann. Brain-Fuck wiederum.

Dass ihre männlichen Vorfahren damals die monogame Ehe erfunden haben, die ihnen ja auch die möglichst weite Verbreitung ihre Gene unmöglich machte und macht, verdeutlicht nicht nur zweifelsfrei die Absurdität ihrer biologistischen Beweisführungen; sondern erklärt auch, warum es auch noch heutzutage die angewandte Gewalt in Form des Entzugs des Selbstbestimmungsrechts der Frau über ihren eigenen Körper immer noch gibt.

Dass das gegen die Menschenrechte verstößt, wird sowohl von staatlichen als auch von kirchlichen Institutionen generös ignoriert. Hegemonialer geht’s nicht.
Und zum wiederholten Male, männlich dominierte Gesellschaften sind ein Brain-Fuck-Construct, das NUR den Interessen der Männer dient und alles andere spielt keine Rolle.

Trotzdem oder gerade deswegen wird immer offensichtlicher, dass der Mann nichts Weiteres ist, als das Befruchtungsstängelchen zur Arterhaltung. Denn dass er unfähig ist, ein lebenswertes Dasein aller zu ermöglichen, beweist er quasi jeden Tag sowohl qua der herrschenden Gewalt als auch mit der Umweltzerstörung. Wer von Macht- und Besitzdenken beherrscht ist und sich obendrein auch noch karnickelmäßig vermehrt, der kann beim besten Willen nicht als ein bestangepasstes Individuum bezeichnet werden. Darwin lässt schön grüßen.

Stellt sich zumindest mir die Frage, welche Spezies folgt dem Homo sapiens?
Denn dass er die Krönung der Evolution ist, kann ob der herrschenden Zustände zumindest in den sogenannten „zivilisierten“ Gesellschaften mitnichten sein. Die Männer dieser Gesellschaften werden wohl ob des desolaten Zustands ihres Y-Chromosoms irgendwann aussterben. Das Weibliche bleibt auf jeden Fall erhalten, fragt sich bloß auf welche Art und Weise.

PS. Da mir das Thema biologische Determinierung ja oder nein, mittlerweile zum Hals raushängt, werde ich irgendwann zum Abschluss noch etwas über das Y-Chromosom bloggen.

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Über lucia

Anarchistische Feministin: Ein gleichberechtigtes menschenwürdiges Leben in Freiheit, ist für mich nur dann möglich, wenn es nichts mehr gibt, das über andere bestimmen kann.
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2 Antworten zu Absurdistan oder das Brain-Fuck-Construct…

  1. Ephraim schreibt:

    Ist ganz spontan ins blaue gedacht, die hervorstechendste Eigenschaft des biologischen Lebens ist ja, meine ich, Anpassung.
    Sind die Umstände noch so differenziert, irgendwas besteht darin.
    Also wenn es eine Weiterentwicklung des Homo Sapiens ohne biologistische Determinierung gäbe, müßte diese Anpassung ablehnen?
    Geschieht das bei ,kultureller Evolution´ (was immer das ist)?

    • lucia schreibt:

      Warum sollte eine Anpassung ohne biologistische Determinierung nicht möglich sein? Ursprünglich hatten alle Menschen dunkle Haut wegen der starken Sonneneinstrahlung in Afrika. Hellere Haut hat sich bspw. in Europa nur durch die geringere Sonneneinstrahlung entwickelt und nicht weil es biologisch determiniert war.
      Und darauf haben wie auch immer sich gestaltende kulturelle Evolutionen auch keinen Einfluss.

      Kurzum: Anpassungen werden durch veränderte Umwelteinflüsse ausgelöst, die sowohl „natürliche“ (Vulkane, Erdbeben etc.) als auch „künstlich“ ausgelöste Ursachen haben können. Wie bspw. die Klimaerwärmung.

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