Verhaltenforschung: Gute Chefs, schlechter Charakter…

Schlechte Charaktereigenschaften bringen Menschen in die Chefetage. Das haben Forscher der University of Nebraska herausgefunden. „Wir haben uns die dunkle Seite des Charakters angeschaut und wie sie die Leistung und Entwicklung von Führungspersönlichkeiten beeinflusst“, berichtet Studienautor Peter Harms.

Das Ergebnis: Menschen, die zum Überdramatisieren und zu Narzissmus neigen, die häufig andere kritisieren und die extrem auf die Einhaltung von Regeln achten, steigen eher in Führungspositionen auf als solche, die diese negativen Charaktereigenschaften nicht haben.

Die Wissenschaftler hatten 900 Soldaten der US-Offiziersschmiede West Point über Jahre untersucht. „Zusammengenommen spielten die negativen Eigenschaften eine wichtige Rolle dabei zu bestimmen, welche Kadetten Führungsqualitäten entwickelten“, sagt Harms. Waren die negativen Eigenschaften allerdings zu stark ausgeprägt, behinderten sie den Aufstieg. Übergroße Skepsis erschwerte in jedem Fall den Weg nach oben.
Das Fazit der Forscher:
In Maßen ist ein schlechter Charakter gut für die Karriere.

Dass das fett Markierte auf viele Männer, im Speziellen auf Maskulisten zu trifft, lässt sich durch ihre absurd paradoxen Ansichten über Geld, das sexy sein soll erkennen.

Denn wer es hat, moniert weder Peanuts für Kinokarten noch für Drinks usw. usf.
Folglich pfeifen sie aus dem letzten Loch, unter anderem wohl auch wegen ihren zu stark ausgeprägten negativen Eigenschaften, die eine bessere Stellung und somit auch ein besseres Einkommen verhindern.

Kurzum: Männer die wenig verdienen haben im Kapitalismus generell schlechte Karten,
und nicht nur bei Frauen.
Und ja, Maskulismus ist auch ein Sammelbecken für Loser.

Advertisements

Über lucia

Anarchistische Feministin: Ein gleichberechtigtes menschenwürdiges Leben in Freiheit, ist für mich nur dann möglich, wenn es nichts mehr gibt, das über andere bestimmen kann.
Dieser Beitrag wurde unter männerwelt abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

22 Antworten zu Verhaltenforschung: Gute Chefs, schlechter Charakter…

  1. Angelika schreibt:

    > Maskulismus ist auch ein Sammelbecken für Loser. < // yeah/rofl was sonst //

    guck hier, es kommt "noch besser" (meine kurzversion : bankster habe potentiell die persönlichkeitsstrukturen von psychopathen (!)) :

    "A recent study from the University of St. Gallen, in Switzerland, goes one step further. The research, led by forensics expert Pascal Scherrer and prison administrator Thomas Noll, finds that professional stock traders actually outperform diagnosed psychopaths when it comes to competitive and risk-taking behavior."

    aus : http://www.huffingtonpost.com/2011/09/26/stockbroker-psychopath_n_981950.html

    SG

  2. Angelika schreibt:

    der negative brüller ist ja mE auch > outperform diagnosed psychopaths < (!)

    yo entspricht zumindest auch/meinen erfahrungen IRL
    (sowie mAn typen wie Katsav, Kachelm, DSK usw. usf.)

    SG

    • lucia schreibt:

      Die Fehlleistungen die diese Typen abliefern, müssen m.E. tiefere Gründe haben wie bspw. Status-, Macht- und Besitzdenken. Ich vermute, dass es etwas mit dem Y-Chromosom zu tun hat. Warum blogge ich irgendwann mal.

      SG,
      Lucia

      • GwenDragon schreibt:

        Ich vermute, dass es etwas mit dem Y-Chromosom zu tun hat.

        Dass du genetische Vorurteile mitträgst und damit Frauen mit XX/XY chromosomalem Status als Männer verteufelst?

      • lucia schreibt:

        Hä?
        Wie kommst du denn auf die Idee?
        Das Y-Chromosom ist für Männer das ausschlagebende.
        Und das Klinefelter-Syndrom (XXY – XXXY – XXXXY) kenne ich nicht bei Frauen.

      • lucia schreibt:

        Nachtrag:
        a) Nicht nur ein Genetiker hat festgestellt, dass im Laufe der Evolution das rein männliche Y-Chromosom auf ein Drittel der Größe des X-Chromosoms, das 1098 aktive Gene trägt, geschrumpft ist. Und dass das keine Auswirkungen haben soll, glaube ich nicht.

        b) warum ich deswegen Menschen mit XXXY Chromosomen als Männer verteufel, kapiere ich ehrlich gesagt nicht.

      • GwenDragon schreibt:

        Nix KLinefelter. Mosaikformen XX/XY? Hormonresitenzen? Geschlecht macht sich nicht am Y-Chromosom fest.
        Ich weiß ja, dass die Sache mit dem „defekten“ Y-Chromsosom ein beliebtes Thema auch bei manchen Feministinnen ist. Der Mischpoche geht es dann meistens um die angeblich deswegen vorhandene Überlegenheit der Frau und um die genetische Reinheit.

        Wenn du glaubst, dass die sozialen Macken von Männern genetisch disposioniert sind, machst du es zu einfach. Das ist ja schon fast ein Persilschein.

        Soziale Macken werden den Jungs früh anerzogen, von denen die meistens mit ihnen zu tun haben.

      • lucia schreibt:

        Die Epigenetik hat ja schon so manche alte Vorstellung über Gene widerlegt, aber so weit ich weiß noch nicht widerlegt, dass es das männliche Geschlecht auch ohne Y-Chromosom gibt.

        Dass die Sozialisierung eine wichtige Rolle spielt, ist keine Frage nicht. Aber das Kind muss ja erst mal geboren werden, bevor es sozialisiert werden kann, nicht wahr? 😉

      • Robert schreibt:

        GwenDragon hat nicht unrecht. Eine XY-Konfiguration ermoeglicht, dass sich ein Mann entwickelt, aber wenn die Hormoneinfluesse nicht innerhalb relativ enger Grenzen liegen, kann sich aus einer XY-Konfiguration auch eine Frau entwickeln (uebrigens ist eines der X-Chromosomen ohnehin in jeder Zelle deaktiviert, daher fehlt das zweite effektiv nicht).

        Abgesehen davon finde ich, dass die Argumentation, Maenner seien biologisch bedingt grundsaetzlich schlechter als Frauen (wegen des deiner Ansicht nach so schlechten Y-Chromosoms), ebenso sexistisch ist, wie die Behauptung diverser Maskulisten, dass Frauen Maennern „von Natur aus“ unterlegen seien.
        Das ist genau das selbe Prinzip mit umgekehrtem Vorzeichen, und daher meines Erachtens ganz klar abzulehnen.

        lg

      • lucia schreibt:

        Eine XY-Konfiguration kommt bei Frauen nicht vor. Aus einem männlichen Fötus wird bei Störungen ein weiblicher, aber nicht umgekehrt.

        Es gibt Frauen, denen das zweite X fehlt, und auch welche mit XXX sowie XXXX. Das zweite X ist zwar deaktiviert, kann aber reaktiviert werden um defekte Gene auf dem ersten X zu reparieren oder verloren gegangene zu ersetzen. Diese Optionen hat das Y-Chromosom nur sehr begrenzt, weil die meisten Gene kein Gegenstück auf dem X-Chromosom haben. Die defekt sind bleiben defekt und die Verlorenen sind für immer weg.

        Bei Männern gibt es XYY, XXY, selten auch XXXY Konfigurationen. XYY Männer sind phänotypisch unauffällig. Die XXY u. XXXY sind dann weiblicher als XY Männer. Und bei Chromosomen von Sexismus zu reden, schafft wohl nur dein Projizieren in Fakten, die nicht sexistisch sind. Das X-Chromosom ist größer, das Y-Chromosom ist wesentlich kleiner und hat außerdem im Laufe der Zeit über 1.000 Gene verloren. Wer das als sexistisch definiert, hat wohl ein Problem mit seinem eigenen Geschlecht.

      • imion schreibt:

        @lucia
        „Aus einem männlichen Fötus wird bei Störungen ein weiblicher..“
        Das aus deinem Munde…..

    • Robert schreibt:

      lucia wrote:
      > Eine XY-Konfiguration kommt bei Frauen nicht vor.
      > Aus einem männlichen Fötus wird bei Störungen ein weiblicher, aber nicht umgekehrt.

      Irgendetwas an deiner Argumentation ist da schief.
      Ein maennlicher Foetus entsteht durch eine XY-Konfiguration, und bei Stoerungen wird daraus ein weiblicher Foetus, somit ist dieser dann eine Frau mit XY-Konfiguration.

      http://en.wikipedia.org/wiki/Swyer_syndrome
      http://en.wikipedia.org/wiki/XY_sex-determination_system
      http://de.wikipedia.org/wiki/XY-Frau
      http://www.xy-frauen.de/formen.htm

      Angesichts der Tatsache, dass du allen anderen vorwirfst, keine Ahnung von Biologie und Chromosomen zu haben, und damit jede Kritik an deinen diesbezueglichen Betrachtungen fuer ungueltig erklaerst, solltest du das eigentlich wissen.

      Abgesehen davon bestreitet niemand, dass das Y-Chromosom kleiner ist und weniger Gene traegt als das X-Chromosom. Auch, dass dadurch die Korrektur von Fehlern beeintraechtigt ist, ist logisch nachvollziehbar (und in der Praxis ersichtlich, siehe z.B. Rot-Gruen-Sehschwaeche).
      Allerdings ist deine Fortfuehrung dieser Fakten in die Richtung, dass weniger Information zwingend schlechter sein muss, falsch. Einerseits, weil bei der Konfiguration XY das Y die Information des X in einer Zelle erweitert, waehrend bei der Konfiguration XX lediglich die Information eines X vorliegt (da das zweite X inaktiviert wird). Tatsaechlich wird eine maennliche Zelle also aus _mehr_ Informationen geformt als eine weibliche Zelle, was allerdings entgegen deiner ueblichen Argumentation bzgl. der vorhandenen Informationsmenge noch lange kein Qualitaetsmerkmal darstellt.
      Andererseits, weil mangelnde Fehlerkorrektur auf den Chromosomen natuerlich schlecht sein _kann_, aber nicht schlecht sein _muss_, vor allem nicht evolutionaer betrachtet, denn die Evolution basiert schlussendlich auch ganz wesentlich auf der Mutation von Genen, womit eine groessere Varianz auch eine schnellere Entwicklung bewirken _kann_ (aber wieder: nicht muss).

      Deshalb bin ich auch der Meinung, dass es sehr wenig Sinn hat, wenn du weiterhin versuchst, irgendwelche Schlussfolgerungen bezueglich maennlicher und weiblicher Entwicklung und der „Qualitaet“ beider Geschlechter in die diversen Gene und Chromosomen hineinzufantasieren, denn offensichtlich ziehst du sehr viele falsche Schluesse, weil dir einfach das noetige Detailwissen fehlt.
      Aber zu deiner Beruhigung, mein Wissen ist vermutlich keineswegs besser als deines. Es reicht gerademal aus, Fehler in deinen Schluessen zu erkennen, wenn irgendwo etwas nicht mehr zusammenpasst, aber ich wuerde mich im Gegensatz zu dir nicht daran wagen, aus meinen paar biologischen Basiskenntnissen Schluesse ueber die Qualitaet maennlicher oder weiblicher Erbinformation oder gar ueber deren Auswirkung auf die Faehigkeiten oder Eigenschaften von Frauen oder Maennern zu ziehen.

      Das ueberlasse ich anderen, die sich wirklich tiefgehend und wissenschaftlich mit der Materie auseinandersetzen, und beschraenke darauf, deren Ergebnisse (bzw. Behauptungen) anhand meiner Basiskenntnisse zumindest kritisch zu betrachten.

      • lucia schreibt:

        Ein maennlicher Foetus entsteht durch eine XY-Konfiguration, und bei Stoerungen wird daraus ein weiblicher Foetus, somit ist dieser dann eine Frau mit XY-Konfiguration.

        Da hab ich mich wohl nicht deutlich genug zu geäußert.
        Fakt ist ja, dass ein Chromosom deaktiviert wird. Und bei XY Frauen wird folglich das Y deaktiviert. Welche Nachteile diese Frauen dadurch haben, weiß ich nicht. Jedenfalls ist der weibliche Körper das Grundmodell der menschlichen Entwicklung und das ist keine Fantasie von mir.

  3. GwenDragon schreibt:

    Studien an Soldaten. Nun ja, wer das Kriegshandwerk führt muss ja eine seltsame bis tötende Einstellung zum sozialen Leben anderer haben.

    Gäbe es nicht so viele willige Unterstützerinnen solcher soziopathische Chefs, bräuchte es keine Studien über beknackte Männer und feministische Blogs. Es gibt zu viele weibliche Profiteure. 😉

    • lucia schreibt:

      Die Männerwelt nerven die „lila“ Pudel – die Frauenwelt nerven die „schwarzen Schwarzer“. Tja….

      • GwenDragon schreibt:

        Lösung: Wir nerven uns gegenseitig. lol

        Nee, Seltbständigkeit anstatt Lohnfrauenhaltung. Dann biste deine eigene Chefin.

      • lucia schreibt:

        Okay, aber vom System bleibt auch ’ne Chefin abhängig. Wie geht das noch mit den Vögeln? Lieber ’nen Spatz in der Hand, als ’ne Taube auf dem Dach, oder so ähnlich? *lol

      • GwenDragon schreibt:

        Na, ich stehe nicht so auf Herrschaft, deswegen bin ich dem Chefkonzept abgeneigt weder im gesellschaftlich-politischem System noch sonstwie.

      • lucia schreibt:

        Mein Reden, das System muss wech *bg*

  4. Angelika schreibt:

    @GwenDragon – „studien an soldaten“. sehe ich auch so; deshalb interessieren mich per se zB solche studien auch nicht. die strukturen von armeen sind wie i.d. kath. kirche.

    zB sog. psychopathische/soziopathische personstruktur gibt es (das ist derzeitigen stand zahlen USA) bei ca. 2% einer bevölkerung, davon jedoch gut 90% bei sog. männern.
    meinen analysen nach ist es „das system“ (frau mag dann hier einfügen : kyriarchie, androzentrische-heteronormativität usw. usf.) und das ist mEn keine erfindung von einer kleinen gruppe von sog. feministinnen.
    (links mit infos dazu, die zB m/eine kritische selbst-/reflektion und weiter-/entwicklung ermöglichen poste ich meist beim blog der maedchenmannschaft)

    und „selbstverständlich“ kann „dieses system“ (inkl. bankster, psychopathen wie DSK, armeen) ja weiterbestehen, weil männer und frauen genau solchen status-quo aufrechterhalten (bewustseins-/veränderung und selbstentwicklung sind zB anstrengend und machen angst, weil zB nach meiner einsicht dann für mich meine veränderung folgen muss. und damit „ecke“ ich dann täglich im sog. mainstream-alltag an.)
    vgl. hier : http://www.sciencedaily.com/releases/2009/11/091112151434.htm

    @Lucia – auch bei epigenetik und genetik gibt es mAn leider viel zu viel sog. genetik-nonsense (dito neuro.nonsense; vgl. zB blog neuroskeptic, Cordelia Fine), der dann via alter-holz-mainstream-medien auch im webz verbreitet wird.
    weil u.a. : komplexität macht vielen menschen angst und ist nicht gut vermarktbar.
    alles lieber „alles beim alten = status-quo“ belassen und auf „minderheiten losgehen/sanktionieren“ wenn diese zB misstände sichtbar machen.

    SG

    • lucia schreibt:

      auch bei epigenetik und genetik gibt es mAn leider viel zu viel sog. genetik-nonsense

      Ja sicher, keine Frage. Deswegen klopfe ich als Erstes auch alles auf System Konformes ab. Das macht es am Anfang zumindest für mich leichter herauszufinden, ob es taugt oder eben nicht. Ist es konform, dann taugt es nix. 🙂

      SG

Kommentare sind geschlossen.