Die Wahrheit über „Technik“…

Dass in Diskussionen oft die Überlegenheit unserer Kultur ob der Technik als Argument genannt wird, liegt wohl an der Unfähigkeit eine simple Nutzen-Schadens-Gleichung zu erstellen. Das 1 x 1 würde dafür reichen, dass es trotzdem nicht gemacht wird, kann nur an mangelnder Intelligenz liegen. Würde für die Anwendung der Technik das Kriterium Umwelttauglichkeit gelten, dann würden bei uns sozusagen die Lichter ausgehen und die Verschrottung für bspw. Autos, Mopeds etc. gigantische Ausmaße haben. Ganz zu schweigen von dem ganzen Schrott den die Rüstungsindustrie herstellt. Kriegsschiffe, U-Boote, Raketen, Atombomben, Panzer usw. usf. haben keinerlei Nutzen, schaden aber Menschen sowie die Umwelt in gigantischen Ausmaßen.

Afrikanische Länder würden von den tausenden von Tonnen Computerschrott verschont, der bei ihnen einfach in die Landschaft gekippt wird, weil bei uns ein umweltschonendes Recycling zu teuer ist. Die Ozeane würden sauber bleiben, weil die giftigen Substanzen nicht mehr produziert werden dürften, die einfach im Meer versenkt werden, weil es billiger ist, als sie umweltschonend zu entsorgen. Und nicht zuletzt werden die Ressourcen mithilfe der angeblich so hoch überlegenen Technik noch schneller vernichtet.

Kurzum: Die Technik ist nichts weiter als ein gigantischer Schwindel, genauso wie es männlich dominierte Gesellschaften sind. Technik ist weder ein Indiz für Kultur noch für Intelligenz, genau das Gegenteil ist der Fall, denn der Schaden übertrifft den Nutzen bei weitem.

Ich hab den Verstand kotzen gesehen.

PS. Dieses Überlegenheits-Gelaber kaschiert einerseits Rassismus sowie Nationalismus andererseits wird es zur eigenen Erhöhung benutzt, denn keiner der Diskutanten hat auch nur das winzigste Teilchen von der Technik erfunden.
Es folgt der gleichen Verhaltensstruktur von Fans, die nicht ihren Star sondern sich selbst ob ihrer eigenen Bedeutungslosigkeit anhimmeln.

Advertisements

Über lucia

Anarchistische Feministin: Ein gleichberechtigtes menschenwürdiges Leben in Freiheit, ist für mich nur dann möglich, wenn es nichts mehr gibt, das über andere bestimmen kann.
Dieser Beitrag wurde unter männerwelt abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

11 Antworten zu Die Wahrheit über „Technik“…

  1. Robert schreibt:

    Du hast soeben mit gigantischem Aufwand produzierte Infrastruktuen benutzt, um diesen Artikel der Welt mitzuteilen; und nebenbei bemerkt wird dir daran wahrscheinlich am Wenigsten gefallen, dass die meisten davon militaerische Entwicklungen sind (Computer, Netzwerkkomponenten, das Internetprotokoll, etc.).
    Also falls du nicht vorhast, deine Beitraege in Zukunft mit abgebrochenen Aesten in einen Sandstrand zu kritzeln, waere ich an deiner Stelle mit voreiliger pauschaler Ablehnung jeder Art von Technik eher vorsichtig. Irgendwo beisst sich da die Katze naemlich in den eigenen Schwanz.

    • lucia schreibt:

      Na und? Hätte ich sie nicht benutzt, hättest du keinen Kommentar schreiben können. Das ist kein Argument sondern nur billige Polemik. Und es geht auch nicht darum, ob mir was gefällt oder nicht, und auch nicht darum, ob sich die Katze in den Schwanz beißt, die Tatsachen bleiben ja dieselben.

      • Robert schreibt:

        Es geht schlicht und einfach darum, nicht Wasser zu predigen und Wein zu saufen.
        Du beschimpfst indirekt alle, die derartige Technik erfinden, produzieren und betreiben, als Idioten, verwendest diese Technik aber selbst, und anscheinend mit grossem Vergnuegen.

        Hast du jemals wenigstens den Versuch angestellt, selbst Alternativen zu bestehender Technik zu entwickeln?

        Als Antwort zu deinem „PS“:
        Auch da liegst du falsch, denn da ich mich zu den Diskutanten zaehle, hast du zumindest einen Diskutanten, der einerseits an Teilen der Technik mitwirkt – da du in Frankreich lebst, u.a. vermutlich an einigen der Systeme, ueber die dein Mobilfunkbetreiber kommuniziert, ich bin also daran beteiligt, dass du telefonieren kannst – und andererseits auch schon einige „winzigste Teilchen von der Technik“ erfunden hat, wovon manche seit Kurzem auch unter freien Lizenzen verfuegbar sind:
        http://sourceforge.net/projects/securestrings/files/
        http://sourceforge.net/projects/javadsaext/files/

        Ob die Art, wie diverse Technik zeitweilig eingesetzt wird, von Kultur und Intelligenz zeugt, bezweifle ich selbst oft. Allerdings laesst sich an manchen Technologien erkennen, dass sie zumindest mit erheblichem Aufwand an Intelligenz/Kreativitaet erschaffen wurden.
        Versuch doch mal, zwei stinknormale Ampeln mit Drueckknoepfen zu verbinden, so dass egal, wann einer der beiden Knoepfe gedrueckt wird (auch gleichzeitig), garantiert ist, dass immer eine Ampel gruen und die andere rot ist, und nie das rote, gelbe und gruene Licht gleichzeitig leuchten. Und wenn du alle potentiellen Probleme geloest hast, dann unterhalten wir uns mal darueber, ob das nicht einiges an Intelligenz erfordert hat.

      • lucia schreibt:

        Du beschimpfst indirekt alle, die derartige Technik erfinden, produzieren und betreiben, als Idioten, verwendest diese Technik aber selbst, und anscheinend mit grossem Vergnuegen.
        Hast du jemals wenigstens den Versuch angestellt, selbst Alternativen zu bestehender Technik zu entwickeln?

        Wer teilweise Technik benutzt, darf dieselbige also nicht kritisieren. Und wenn doch, dann muss er zumindest selbst eine Alternative entwickelt haben. Das sind wohl die unzulänglichsten Argumente, die es gibt. Oder besser; es sind die beliebtesten Totschlagargumente.

        Auch da liegst du falsch, denn da ich mich zu den Diskutanten zaehle, hast du zumindest einen Diskutanten, der einerseits an Teilen der Technik mitwirkt – da du in Frankreich lebst, u.a. vermutlich an einigen der Systeme, ueber die dein Mobilfunkbetreiber kommuniziert, ich bin also daran beteiligt, dass du telefonieren kannst

        Ich habe kein Handy und auch kein Festnetztelefon. Erreichen kann man mich nur qua E-Mail und/oder mich persönlich treffen. Aus dem Artikel geht eindeutig die Kritik hervor, zumindest für mich, wie die Technik ANGEWENDET wird. Das konnotiert einerseits, dass ich nicht alles verteufel, anderseits das sie teilweise auch vernünftig benutzt wird. Aber das verstehen anscheinend nur diejenigen, die es wollen.

        Dass es Techniker, Erfinder gibt, deren Motivierung keine Profitgier ist, belegt bspw. Linus Torvalds mit seinem kostenlosen OS Linux, das ich btw auch nutze. Aber die treffen weder politische noch wirtschaftliche Entscheidungen für die Anwendung der Technik. Der Kapitalismus kennt nur die Maxime Profit. Egal ob dadurch Menschen sterben und die Umwelt zerstört wird. Und dieses Verhalten findet sich mehrheitlich bei Männern u.a. ob ihres Statusdenkens. Denn ihre Dominanz in Technik, Wissenschaften, Wirtschaft und Politik ist ja wohl nicht zu leugnen. Und ist vor allem bar jeder Intelligenz.

      • imion schreibt:

        „Der Kapitalismus kennt nur die Maxime Profit. Egal ob dadurch Menschen sterben und die Umwelt zerstört wird. Und dieses Verhalten findet sich mehrheitlich bei Männern u.a. ob ihres Statusdenkens.“
        Und dieses Verhalten wird gefördert und gepushed durch das Verhalten von Frauen, sich Männer zu suchen, die einen höheren Status haben. Je höher der Status, desto besser.

      • Robert schreibt:

        > Wer teilweise Technik benutzt, darf dieselbige also nicht kritisieren.
        Das habe ich nie behauptet, aber es gibt einen Unterschied zwischen Kritik und totaler Ablehnung. Ein Teil des urspruenglichen Artikels hat noch mehr nach totaler Ablehnung geklungen:
        > Die Technik ist nichts weiter als ein gigantischer Schwindel,
        > genauso wie es männlich dominierte Gesellschaften sind.
        > Technik ist weder ein Indiz für Kultur noch für Intelligenz,
        > genau das Gegenteil ist der Fall, denn der Schaden
        > übertrifft den Nutzen bei weitem.
        Also ich hatte das zunaechst mal so uebersetzt: „Jede Art von Technik ist ein Indiz fuer Kulturlosigkeit und Dummheit“. Am Rest des urspruenglichen Artikels gab es kaum irgendetwas zu kritisieren, nur diese undifferenzierte Passage hat ihn ruiniert.

        Deshalb frage ich mich, warum sie da ist, wenn der Rest des Artikels alleine eigentlich schlauer klingen wuerde, und warum das in vielen deiner Artikel ganz aehnlich ist. Dienen solche Rundumschlaege gegen alles und jeden nur der Provokation, oder warum sonst muss das immer sein? Und zahlt es sich aus, damit die Argumentation und/oder Konsistenz der Artikel zu schwaechen?

        So wie es in deinem letzten Kommentar steht, ergibt es auch wieder Sinn.
        Manchmal kommt mir vor, du streitest einfach gerne 😀

      • lucia schreibt:

        Manchmal kommt es mir vor, du streitest einfach gern

        Ja klar, irgendwie muss das an sich tote Web, ja lebendiger gemacht werden. Und dafür eignet sich nichts besser, als zu provozieren. 😉

  2. imion schreibt:

    @lucia
    Lust auf ein kleines Experiment? Du verzichtest zwei Wochen auf alles, was unsere Gesellschaft zu bieten hat. Kleidung, Häuser, Autos, Supermärkte usw usw. Dafür machst du diese zwei Wochen Urlaub, da es im moment Winter wird, und ich dir das nicht antun will, im Winter ist die Lebenszeit Nackt doch dann zu kurt, kannst du diesen gerne im Amazonischen Dschungel verbringen. Was meinst du, wie lange ist deine Überlebenszeit?

    EDITIERT:
    Deine Einfältigkeit kannst du auf Christians Blog präsentieren. Verzichte hier also auf Kommentare, die mit dem Thema nichts zu tun haben.

  3. menschelnd schreibt:

    ich verstehe den Beitrag als ganz nüchteren Feststellung und finde kein sachgerechtes Argument dagegen

    @Robert und @imion
    wenn ihr blogbeiträge lest und versucht diese – unabhängig von Autorinn_en – zu verstehen, könnte es sein, dass ihr anders kommentiert oder auch gar nicht mehr…

    letzteres würde eine Menge – ganz unterschiedlicher Ressourcen sparen!

    @imion – du darfst dies gern in Form eines Experimentes testen

    • imion schreibt:

      @menschelnd
      „wenn ihr blogbeiträge lest und versucht diese – unabhängig von Autorinn_en – zu verstehen“
      Tue ich immer. Demenstprechend fallen die Kommentare aus.

      „@imion – du darfst dies gern in Form eines Experimentes testen“
      Wie gesagt, wer die Technik ablehnt, der darf gerne mal testen, ohne sie zu leben.

Kommentare sind geschlossen.