Wettstreit der Wissenschaftler_innen oder die Fragwürdigkeit der Wahrheit.

Mein Senf: Wessen Wahrheit müsste als Erstes geklärt werden, weil es DIE Wahrheit an sich nicht gibt. Aus einem Möglichkeitspool werden nur Wahrscheinlichkeiten subsumiert, und daraus resultiert dann das, was Wahrheit genannt wird. Demzufolge muss das Ergebnis genauso wenig wie bei Studien mit Wahrheit zu tun haben. Wissenschaftler_innen sind privilegiert, das macht sie aber auch davon abhängig, keine Frage. Wer sägt schon den Ast ab, auf dem er sitzt?

Vor allem nicht in unserem kapitalistischen System, in dem Besitz gleich Macht ist. Wahrheit ist NUR ein schönes Etikett, das sich alle gerne an die Stirn klatschen. Aber „reich“ wird damit niemand zwingend. Folglich ist es kein Wunder, dass das Etikett Wahrheit einerseits gerne verwendet wird, andererseits aber auch käuflich ist. Sei es mit Geld, sei es mit Ideologien.

Die Alpha-Männer und ihre Lobbisten haben in männlich dominierten Gesellschaften mit Korruption noch nie ein Problem gehabt. Eine Hand wäscht die andere, ist nicht nur in Bananenrepubliken das Motto. Und gerade in der heutigen Zeit, in der die Krise der Männer tagtäglich für Schlagzeilen sorgt, ist Korruption die Tagesordnung schlecht hin.

Nicht zuletzt betrifft das auch die Selbstherrlichkeit des Mannes. Da wird bspw. aus dem Trümmerhaufen des Y-Chromosoms, das modernste Chromosom aller Zeiten gemacht. Und lauthals verkündet, dass sich der Mann auf der Überholspur befindet. Wen er überholt, nämlich die Frau, ist natürlich keine Frage.

Meinen zumindest die korrupten Wissenschafter_innen, allerdings steht das nur zwischen den Zeilen. Tatsächlich überholt sich der Mann nur selbst auf seiner Reise ins Nirgendwo, denn er ist in keinster Weise uns Frauen überlegen. Nichtmal in Mathe, wie amerikanische Forscher der University of Wisconsin-Whitewater; University of Wisconsin, Madison, herausfanden.

Als Beleg, dass sogenannte wissenschaftliche Wahrheiten keine bis zum Jüngsten Tag sind, habe ich die Verleihung des Nobelpreises für Chemie 2011 verlinkt.

Chemie-Nobelpreisträger 2011:
Der Mann, der das Undenkbare sichtbar machte – weiter lesen auf FOCUS Online

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Über lucia

Anarchistische Feministin: Ein gleichberechtigtes menschenwürdiges Leben in Freiheit, ist für mich nur dann möglich, wenn es nichts mehr gibt, das über andere bestimmen kann.
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