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02.02.2013 – Pierre Bourdieu: „Politik. Schriften zur Politischen Ökonomie 2“

25.03.2012 – Cordelia Fine – Die Geschlechter Lüge

12.12.11 – Heinz-Jürgen Voß – „Geschlecht: Wider die Natürlichkeit“

12.12.11 – Sigrid Schmitz – Wie kommt das Geschlecht ins Gehirn?

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Warum Papi?

Ein Mann zu sein, ist der häufigste genetische Defekt in der Natur!!!

Ich wünsche allen perversen Kindervergewaltigern und denen,
die wegschauen, und nicht minder pervers sind,

dass ihnen der Weihnachtsbraten im Hals stecken bleibt,
und sie daran elendig ersticken. Fickt euch, ihr perversen Zombies.

Quelle: Springfield High School (Springfield, USA)

Verängstigt, voller Scham und Angst Sitz ich in der Ecke, mache mich ganz klein,
mich darf doch keiner sehen. Drücke die Hand von meinem Zwillingsbruder ganz doll, zu doll, es tut ihm sicher weh. Doch er sagt nichts, lässt mich nicht los, lässt mich nicht allein. Er will mich beschützen, doch kann er es nicht, ist doch noch viel zu klein, grad erst vier, und doch schon so ernst, so schweigsam, so traurig.

Er kann nix machen, genauso wenig wie ich. Ich muss weinen, er sieht mich an, Nicht weinen! sagt er und doch laufen ihm selbst die Tränen übers Gesicht.

Kann nix machen, hilflos, machtlos, zu klein! Die Tür geht auf, er ist da, Papi ist zu Hause. Hab Angst! Drücke die Hand fester zu, darf das nicht zu doll, es tut ihm doch weh, lasse etwas locker. Bitte nicht, bitte, bitte nicht, geht es mir immer wieder durch den Kopf. Doch es ist sinnlos, es wird passieren, wieder passieren, so wie jeden Tag,
er ist da.

Gleich kommt er! BITTE NICHT!!!

Doch er kommt.
Hier seid ihr ja! er lächelt, ich hab Angst!
Komm mein Engelchen, komm zu Papi! Hab solche Angst!
Er hebt mich hoch, hebt mich einfach hoch, will das doch nicht.
Lasse meinen Bruder nicht los, klammere mich an ihm fest.
Bitte nicht loslassen, lass mich nicht allein.
Er kann sie lesen, meine Gedanken, ich weiß es genau, und er lässt nicht los, seine kleine Hand umklammert meine ganz fest.

Nicht loslassen!
Doch Papa ist stärker er zerschlägt unsere Hände, ich will sie wieder greifen, lass mich nicht allein, bitte!
Ich weine, schreie, will nicht! Er weint auch, guckt mir nach, uns nach, Papa und mir.
Er zittert, er weint, er schreit meinen Namen.

Schreit Papa an! Was sagt er? Ich verstehe es nicht, ich höre seine Worte nicht, er bewegt doch seine Lippen, warum höre ich seine Worte nicht???
Was sagt er, will wissen was er sagt! Sehe ihn nicht mehr,
die Tür geht zu, hinter mir, hinter uns. Bin ja auf Papas Arm.

Wir gehen ins Schlafzimmer, will nicht! BITTE! Hab Angst!

Er lächelt. Freut sich, es macht ihm Spaß. Nicht weinen, Engel sagt er.
Bin doch jetzt bei dir, bin doch lieb zu dir, sei du doch auch lieb zu mir!

Kann nichts machen, kann mich nicht wehren. Er streichelt mich, will das nicht, nicht an diesen Stellen, warum streichelt er mich da?

Nein! flüstere ich immer wieder.

Kann nix machen, bin doch so klein, zu klein.
Muss lieb sein, sein Engel sein, hab ihn doch lieb, ist doch mein Papi!
Er küsst mich, überall, will das nicht, nicht an diesen Stellen.
Weine, sie tun weh, die Tränen, sie brennen wie Feuer.
Warum da? Warum an diesen Stellen?
Muss ihn auch küssen, warum? Will das nicht! Muss ihn küssen, überall!

Komm, sei mein Engelchen, sei lieb zu Papi!
Will lieb sein, will sein Engel sein, hab ihn doch lieb, er hat mich doch auch lieb, oder!?!
Ja, ist doch mein Papi.
Jetzt legt er sich auf mich, er ist schwer, so schwer.
Er wiegt so viel, kriege keine Luft.
Gleich passiert es wieder, gleich tut es weh, nein, will das nicht.

Es tut so weh.
Es macht ihm Spaß, er mag es, es gefällt ihm.
Er küsst mich, immer wieder. Auf und ab, wie bei Hoppe-Hoppe Reiter.

Ich mochte dieses Spiel, früher, als er das noch nicht machte, ja da mochte ich es.
Jetzt nicht mehr, jetzt hasse ich dieses Spiel, mag es nicht mehr spielen auch nicht im Kindergarten.
Er macht komische Geräusche, es tut so weh. Es wird immer doller, immer schneller.
Bald ist es vorbei.
Wo ist Danny? Will zu meinem Bruder. DANNY!!!!

Schreie ich in Gedanken, er hört es, ich weiß es genau, kann seine Gedanken lesen.
Was ist nur los?

Sehe mich, nein uns. Papi und mich, von oben. Es sieht komisch aus.
Es passt nicht zusammen. Er ist viel zu groß, ich bin zu klein, es passt nicht zusammen.
Er macht komische Bewegungen. Seine Augen, er sieht glücklich aus.

Will tot sein, so wie Putzi unser Wellensittich, der schläft jetzt auch, für immer.
Will auch schlafen, für immer, nie wieder aufwachen, tot sein.
Aber er ist glücklich, er ist froh. Papa macht es Spaß, muss lieb sein!
Und dann, dann stöhnt er ganz laut.
Es ist vorbei. Es tut so weh!
Er gibt mir noch einen Kuss.
Warst ein lieber Engel, der liebste Engel den es gibt! flüstert er mir zu.
Es tut so weh. Es blutet, ich blute!

Warum? Was ist passiert? Verstehe es nicht! Warum???
Ich mag es nicht, will das doch nicht. Hab ihn doch lieb, ist doch mein Papi!
Es ist normal. hat er gesagt, immer wieder, es ist normal.
Glaube ihm, er ist ja groß, ist erwachsen.

Erwachsene haben immer Recht, bin doch nur ein Kind.
Hab Miriam im Kindergarten gefragt, sie hat gesagt, ihr Papa macht es auch mit ihr.
Aber es tut so weh, es blutet.
Frage mich immer wieder, warum?

Wo ist Mama, warum macht sie nichts dagegen? Sie weiß es doch!
Sie hat uns doch gesehen, als er, als wir! Beim letzten Mal.
Sie hat nichts gemacht, nur geguckt.
Nichts gesagt, stand nur in der Tür.
Er hat sie angeschrien, warum schreit mein Papa meine Mama an?
Dann ist sie gegangen, hat nichts gesagt, nie.
Kein Wort, nur, dass ich nichts sagen darf, Niemandem, niemals!
Es ist normal. hat sie gesagt.
Muss das glauben, will ja lieb sein, ein Engel sein!
Laufe zu Danny, er hält mich fest! Hast du Aua? fragen seine Gedanken, ich muss weinen!
Er hat auch Aua! Er spürt dasselbe wie ich, jedes Mal. Spürt immer wenn ich Aua habe,
genauso doll wie ich. Er nimmt mich in seine Arme, seine kleinen Arme, sind doch noch so klein, so schlafen wir ein, Arm in Arm in der Ecke, ganz allein, wo ist Mami?

Frage mich immer und immer wieder, Papi, warum? Hab dich doch so lieb, will doch dein Engel sein, Papi warum? WARUM? Will tot sein, wie Putzi, für immer schlafen, wie Putzi, tot sein….

Als ich dieses vor Jahren zum ersten Mal kurz vor Weihnachten gelesen habe, kamen mir erst die Tränen, dann Wut, dann Hass auf dieses ekelhafte geheuchelte Fest der Liebe.
Und deswegen habe ich es wieder kurz davor gepostet. Verdammt, fahrt zur Hölle!!!

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Prediger prügelt Kinder – Schlagen mit Konzept…

Mein Senf: Werden die „normalen“ Bedürfnisse von Kindern nicht befriedigt, dann wird denen ihre Abhängigkeit von den Eltern verdammt schnell bewusst. Die Folge liegt auf der Hand: Aus dauernder Enttäuschung wird irgendwann Wut. Und damit kommen viele Eltern nicht klar, zumal sie obendrein sowieso unfähig sind Kinder, zu erziehen.
Dass sich das weder die Eltern noch die Gesellschaft eingestehen, das ist das Problem
und ist nicht eine Krise der Erziehung an sich, sondern auch eine Bankrotterklärung
sowohl der Eltern als auch der Gesellschaft.

Wilfried Plock, Prediger einer evangelikalen Bibelgemeinde, prügelt Kinder – und steht dazu. Wer darüber zu laut lästert, verkennt die große Krise der Erziehung.
Von Christian Füller – Quelle

BERLIN taz | Schwer vorstellbar, dass jemand das Schlagen von Kindern als Erziehungsmethode preist. Oder doch? Wilfried Plock, Prediger einer evangelikalen Bibelgemeinde tut es – und spricht darüber: Besonders der Popo eigne sich, um Kinder zu züchtigen, auch mit einer Rute.

So predigte Plock es im Netz, bis ihn der NDR zu seiner mittelalterlichen Erziehungspraxis befragte. „Es war klar, der Sohn bekommt zehn Schläge mit dem Stock auf den Po und die Tochter fünf.“ Die niedersächsischen Grünen haben schnell reagiert und den Prediger angezeigt.

Denn Plock schlägt mit Konzept: Er beschreibt das Züchtigen in Büchern als Methode. Mit der Anzeige haben die Grünen Recht getan. Die Frage nach der richtigen Erziehung beantworten sie damit selbstverständlich nicht. Schlagen gehört ganz sicher nicht dazu, es ist ja auch längst gesetzlich verboten.

Aber wo ist denn der Konsens jenseits des Ohrfeigentabus? Es gibt ihn nicht. Nicht wenige moderne Eltern laufen mit rotem Kopf durch die Gegend, weil sie, im Stress überfordert, aus Schwäche oder was auch immer, ihrem Kind eine Ohrfeige gegeben haben.

Hilflos ihren Schützlingen gegenüber.

Das Verhältnis zwischen Eltern und Kind ist krisenhaft. Das sieht man nicht nur in den verzweifelten Verhandlungen mit den Kleinen, weil man sie – konsensual versteht sich – von diesem Joghurt oder jenem Schokoriegel abhalten will. Die Anti-Tyrannen-Bücher von Winterhoff gehen weg wie warme Semmeln. Der arme Mann kommt kaum noch in seine Praxis. Vor proppenvollen Auditorien gibt er seine Ratschläge.

Nein, natürlicht nicht den, die Kinder zu schlagen. Aber der Psychtherapeut geht doch ziemlich weit: Weil die Kinder heute ihre Eltern erziehen, dreht er den Spieß um. Macht Eltern zu Drehorgeln des „Nein, das darfst du nicht!“. So tröstet er die blanke Verzweilfung der Eltern, die sich hilflos ihren Schützlingen gegenüber fühlen. Die den halben Tag Club-Med-Wohlfühl-Feuerwerk für die Kids abbrennen – aber abends den Tisch doch selber abräumen.

Im Bermudadreieck hoher Erziehungsansprüche, knapper Zeit und dem Stress steigt in Eltern-Köpfen ganz real die Idee auf: Kinder könnten Tyrannen sein. Daraus gibt es keinen Ausweg – außer dem klaren „Nein aus Liebe“. Jesper Juul schiebt es beharrlich zwischen den prügelnden Plock und die Laissez-Faire Spätgebärende.

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Der Trend geht zur „Designermöse“…

Mein Senf: Mal abgesehen davon, dass es auch Frauen gibt, die dümmer sind, als es erträglich ist. Sollten Hetero-Frauen für Männer erst wieder die Beine breitmachen, nachdem sie beschnitten sind, das ist genau genommen sogar eine hygienische Prävention gegen Pilze usw.

Männer und Hygiene ist nämlich ein Paar, was sich, bis das der Tod es scheidet, hasst wie die Pest. Stinkendes Smegma lässt schön grüßen. *fickt euch*

Quelle

Als „Brötchen“ beschreiben viele SchönheitschirurgInnen die aktuell nachgefragte Idealform des weiblichen Genitals. Nach offiziellen Statistiken werden in Deutschland jährlich über 1.400 sogenannte Intimoperationen durchgeführt.

Dabei lassen sich Frauen die Vagina straffen, am Venushügel Fett absaugen, die Schamlippen verkleinern oder das „Jungfernhäutchen rekonstruieren“ – und so eine jungfräulich-mädchenhafte Vulva und Vagina formen.

Christa Stolle, Geschäftsführerin von Terre des Femmes, wertet die eklatante Zunahme dieser kosmetischen Eingriffe als herben Rückschlag für das Frauenbild unserer Gesellschaft.

Doch so problematisch die Intimoperationen sein können, sie bergen auch ein Emanzipationspotenzial. Wer diese Ambivalenz ignoriert, wird dem neuen Phänomen nicht gerecht.

Gemacht, um verletzt zu werden

Stolle warnt eindringlich davor, die Rekonstruktion des Jungfernhäutchens (Hymen) als Schönheitsoperation zu bezeichnen: Während sie bei Schamlippenverkleinerungen allenfalls eine ärztliche Verantwortung der Kundin gegenüber sieht, beschreibt sie Hymenrekonstruktionen in erster Linie als kulturelle Gefährdung.

Damit relativiert Stolle jedoch, was sie zunächst selbst anspricht, nämlich die Tatsache, dass jede Intimoperation sowie auch jede Schönheitsoperation kulturellen Vorstellungen folgt und zugleich auf diese zurückwirkt.

Denn die (Wieder-)Herstellung des Jungfernhäutchens verschmilzt mit all den anderen intimchirurgischen Techniken zu einem gemeinsamen Bild von „korrekten“ und „normalen“ weiblichen Genitalien.

Kaum eine Intimchirurgie-Website, die diesen Eingriff nicht bewirbt. Und auch die Deutsche Gesellschaft für Intimchirurgie und Genitalästhetik bietet Fortbildungskurse zur Hymenrekonstruktion ebenso an wie zur Labien- und Klitoriskorrektur.

Mittels Skalpell in den Körper geschrieben

Dabei gibt es zunächst einen zentralen Unterschied: Zwar wird bei allen Intim-OPs an gesunden Körperstellen geschnitten und eine Verletzung in Kauf genommen. Allerdings schafft nur die Hymenoplastik eine verwundbare Stelle, die erst dann ihre Funktion erfüllt, wenn sie blutet und verletzt wird.

Und doch folgen die Eingriffe auf einer abstrakt-analytischen Ebene ähnlichen Motiven: Die je vorherrschenden Vorstellungen von „richtigen“ und „falschen“ Frauen werden mittels Skalpell in den weiblichen Körper eingeschrieben.

Ein essenzieller Bestandteil dieser Vorstellungen ist der Mythos des Jungfernhäutchens, das bis heute – ob in der Bravo oder auf den Webseiten von IntimchirurgInnen – als Membran beschrieben wird, die den Scheideneingang teilweise oder ganz verschließt. Christa Stolle hat recht, wenn sie diesen Mythos als „katastrophal“ bezeichnet.

Und ewig grüßt die Kindfrau

Das Ideal, das nun mittels Intimchirurgie hergestellt werden soll, ist das eines straffen, jungfräulichen und geschlossenen weiblichen Genitals. Wo sich die Vulva durch hervorschauende innere Schamlippen öffnet, werden diese entfernt. Wo die Vagina sich weitet, wird gestrafft und zusammengenäht. Die Idee eines „Zuviel“ weiblicher Sexualität, die es zu zähmen gilt, schwingt dabei stets mit.

So beschreiben IntimchirurgInnen die kindliche und vorpubertäre Vulva und Vagina – ohne Spuren von Geburt, Alter oder sexueller Erfahrung – als ästhetisch-funktionales Optimum.

Zugleich preisen sie Schamlippenverkleinerungen ebenso wie Hymenrekonstruktionen als Hilfestellung für verbessertes sexuelles Wohlbefinden, neue Höhepunkte und sexuelle Befreiung an. Es geht um die Optimierung zur Kindfrau, wobei partriarchale Vorstellungen von Reinheit und Jungfräulichkeit reaktiviert werden.

Ein Verbot ist keine Lösung

Dennoch kann es nicht die Lösung sein, all diese Eingriffe per se zu verurteilen oder gar zu verbieten. Die Sozialwissenschaftlerin Kathy Davis etwa mahnt in Bezug auf Schönheitsoperationen an, die Leidensgeschichten von Frauen ernst zu nehmen.

Schaut man sich die Geschichten von Frauen an, die sich für eine Hymenrekonstruktion entschieden haben, so kommt auch hier der Wunsch zum Ausdruck, einigermaßen handlungsmächtig in den Prozess der Verobjektivierung des eigenen Körpers einzugreifen.

Das löst nicht das Problem der kulturellen Normierung von weiblichen Körpern, denn die Eingriffe bleiben ambivalent und Ergebnis einer Doppelmoral.

Selbstbewusst der Norm gefolgt

Gleichzeitig eröffnet sich jedoch innerhalb des problematischen kulturellen Rahmens, innerhalb der Grenzen mystifizierter Weiblichkeit ein Möglichkeitsraum: Etwa wenn Frauen selbst darüber bestimmen können, ob und mit wem sie vor der Ehe Sex haben und sich anschließend ein Hymen rekonstruieren, oder besser: konstruieren lassen, welches ihnen erlaubt, die Entjungferung im klassisch patriarchalen Sinne zu inszenieren. Oder wenn Frauen sich erst nach Verkleinerung ihrer Schamlippen dazu in der Lage fühlen, eine selbstbewusste Sexualität zu leben.

So unterschiedlich die Praktiken von Hymenrekonstruktion und anderen ästhetisch-funktionalen Eingriffen in den konkreten Gründen sind, so sehr müssen wir in beiden Fällen ernst nehmen, dass es eine „Denormalisierungsangst“ (Jürgen Link) gibt.

Emanzipation, das hat uns die Frauenbewegung gezeigt, muss auf mindestens zwei Wegen stattfinden. Es gilt Mythen und gesellschaftliche Konstruktionen „adäquaten“ Frau-Seins zu analysieren und in ihre Bestandteile zu zerlegen, um sie dann neu zusammenzusetzen und zu verändern.

Es fehlen Informationen und Forschung

Doch so lange uns die vorherrschenden Weiblichkeitsmythen unter die Haut gehen, müssen wir uns auch für die Qualitätssicherung intimchirurgischer Angebote und für Verbraucherinnenschutz einsetzen.

Frauen sind handlungsmächtig, aber es fehlt an Informationen und Forschung, etwa im Hinblick auf Nebenfolgen und Risiken. Eine pauschale Verurteilung von Intimoperationen verhindert keine weiteren Eingriffe, aber sie verhindert einen reflektierten und informierten Umgang damit.

Intimoperationen sind nämlich immer beides: ein Sich-Einfügen in die gesellschaftliche Norm und ein Aufbegehren gegen die zugewiesene Position.

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Sexueller Missbrauch in Niederlande: Bischöfe beschämt über Missbrauch…

Mein Senf: Die Männer auf der Überholspur lassen schön grüßen.
Und in der Tat überholen sie sich, aber nur mit Perversitäten *KOTZ*
Diesen perversen Arschlöchern gehört der Sack abgeschnitten und lebenslang
in ein atombombensicheres Arbeitslager weggesperrt. Wann die Frage
beantwortet wird, warum es so viele gottverdammte männliche Arschlöcher
gibt, steht wohl noch hinter den Sternen.

Ein Aufschrei des Entsetzens geht durch die Niederlande:
Zehntausende Kinder und Jugendliche wurden in der Katholischen Kirche
sexuell missbraucht.
Von Gunda Schwantje.

ARNHEIM taz | Die niederländischen Bischöfe sind „geschockt“ über das Verhalten der Täter und „tief beschämt über die Momente“ in denen Verantwortliche der Kirche „nicht die richtigen Massnahmen getroffen haben, um das Leid zu stoppen.“

Das steht in einer aktuellen Briefbotschaft der Bischöfe über sexuellen Missbrauch an Kinder und Jugendliche in der römisch-katholischen Kirche. Den katholischen Gläubigen wird diese Botschaft an diesem Wochenende bei ihrem Kirchgang überbracht.

Der Erzbischof von Utrecht, Wim Eijk, erklärte „es erfüllt uns mit Scham“, er sei „tief berührt“. Die katholische Kirche habe eine deutliche, strenge, sexuelle Moral, man könne erwarten, dass sich die Institution selbst an diese Moral halten würde, sagte er in einem TV-Interview.

Mehrere zehntausend Kinder und Jugendliche:

Sexueller Missbrauch an Kinder und Jugendlichen war verbreiteter, als Niederländer es befürchtet hatten. Schätzungsweise zehn- bis zwanzigtausend Minderjährige, die einen Teil ihrer Jugend in römisch-katholischen Einrichtungen verbracht haben, wurden von 1945 bis 1981 in jenen Einrichtungen sexuell missbraucht. Das steht in einem Untersuchungsbericht, der am Freitag veröffentlicht wurde.

Insgesamt wurden von 1945 bis 2010 mehrere Zehntausende Kinder und Jugendliche in der Katholischen Kirche sexuell missbraucht, sie hatten mit leichten bis schweren Grenzüberschreitungen zu tun. Etwa 1.000 Minderjährige wurden vergewaltigt. In einem Internat war das Risiko, missbraucht zu werden, zweimal so hoch wie im landesweiten Durchschnitt. Zu diesen Erkenntnissen kommt die Kommission Deetman, die im Auftrag der katholischen Bischöfe Missbrauchsvorwürfe innerhalb der Katholischen Kirche untersucht hat.

Die Nachforschungen waren intensiv und sie haben eineinhalb Jahre gedauert. Gut 2.000 Meldungen hat die Kommission empfangen, 1795 wiesen auf sexuellen Missbrauch von Minderjährigen hin. 800 Täter konnten identifiziert werden, mindestens 105 Täter sind noch am Leben.

„Man wusste es, wollte es lösen, aber das ist nicht geglückt“:

Die Kirchenleitung wusste, dass Priester und andere Geistliche sich an ihren Schutzbefohlenen vergriffen, ist eine weitere bedeutende Erkenntnis. Wim Deetman, der Vorsitzende der Kommission, sagte bei der Veröffentlichung: „Man wusste es, wollte es lösen, aber das ist nicht geglückt.“

„Wir haben es nicht gewusst“ – diese Behauptung, die beispielsweise der ehemalige Kardinal Simonis öffentlich geäußert hatte, kann nicht aufrecht gehalten werden. In den kirchlichen Archiven waren viele Informationen zu finden über grenzüberschreitendes sexuelles Verhalten von Priestern und Religiösen, steht im Bericht. Es sind Versuche unternommen worden, die Unzucht in den Griff zu bekommen, von Unwissenheit kann nicht die Rede sein.

Bedeutend ist ferner, dass sexueller Missbrauch nicht nur in der Katholischen Kirche vorkam. Ungewünschte sexuelle Annäherung bis Übergriffe waren weit verbreitet in der Gesellschaft. Fast jeder zehnte Minderjährige wurde von einem erwachsenen Nichtfamilienmitglied missbraucht. Auch herrschte eine Kultur des Schweigens vor. Meldeten jugendliche Opfer, sie seien missbraucht worden, wurden sie oft nicht ernst genommen. Sie müssten schweigen, bekamen sie zu hören.

Die Vertretung der Opfer, KLOOK, kommentierte die Veröffentlichung mit den Worten: die Ergebnisse seien „schockierender als erwartet, weil Art und Umfang des Missbrauchs sehr umfangreich sind. Die Machtausübung in den Internaten und Schulen hat nicht allein zu einer Entgleisung in Form von extremer körperlicher Gewalt, psychischem Druck und Einschüchterung geführt, sondern in vielen Fällen auch zu schwerem sexuellem Missbrauch.“

Der stellvertretende Ministerpräsident der Niederlande, Maxime Verhagen, er gehört der christlichen Partei CDA an, sagte im Radio: „Ich bin kein Bischof, aber wenn ich hierfür verantwortlich wäre, würde ich zu mir selbst sagen: Bin ich wohl der richtige Mann am richtigen Platz. Die Antwort würde Nein sein. Ich würde es nicht verkraften, dies zugelassen zu haben.“

Quelle taz online

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Sex: Männer überschätzen ihre Anziehungskraft…

Mein Senf: Dass Männer ihre Wirkung auf Frauen oft falsch einschätzen, ist wirklich nix Neues. Schließlich sind die meisten heutigen Männer nicht minder größenwahnsinnig narzisstisch als ihre Väter/Großväter. Der Kerl auf dem Foto sieht ja so was von beknackt aus, der könnte glatt ein Maskulist oder PU ler oder auch beides sein. Und nur aufs Speed-Dating lässt sich das auch nicht reduzieren, so sind sie tagtäglich drauf.

Männer schätzen ihre Wirkung auf Frauen oft falsch ein.

An schnellem Sex interessierte Männer sind meist überzeugt davon, auf Frauen unwiderstehlich zu wirken. Deshalb interpretieren sie beim Speed-Dating so oft ein „Nein“ als „Ja“. Das zeigt eine US-Studie mit Studenten.

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Stimme X Y…

Tradierte Normen sind keine Garantie für die Richtigkeit unserer Wahrnehmungen.
Ein Bericht über eine Stimme, die nicht mit dem Geschlecht zusammenpasste.

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Männer auf der Überholspur ins Nirgendwo – „Gewalt“…

Gewalt hat viele Gesichter, die der Täter sind zu 98% männlich.
Nichtsdestotrotz wird in unseren männlich dominierten Gesellschaften Gewalt geduldet und somit verharmlost. Das ist allerdings kein Zufall, weil es die männliche Dominanz ohne Gewalt gar nicht geben würde, die fatalerweise durch die tradierte Sozialisierung legitimiert und somit aufrechterhalten wird.

Das fängt mit Kriegsspielzeug für kleine Jungs an und setzt sich in den unzähligen PC sowie Konsolenballerspielen für ältere fort. Und endet zur Freude der Rüstungsindustrie in Kriegen. Dieser Strang, der wahnsinniger nicht sein könnte, offenbart zweifellos, dass Männer bzw. männliches Denken und Handeln für das Wohlergehen aller nichts taugt.

  Der Mädchenmord von Stolzenau
Eskalierter Familienkonflikt
Grausame Kriegsverbrechen im Kongo
Sexueller Terrorismus
   Lesbenmord in Südafrika
Gute Verfassung, grausame Wirklichkeit
  Frauenhäuser in Afghanistan
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  Manifest von Anders Behring Breivik
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„Belohnungsreise“ nach Brasilien
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Opfer der Zwangsprostitution in Japan
Der eintausendste Protest
Amokläufer in Lüttich
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Türkisches Wehrdienstgesetz
12.200 Euro für die Befreiung
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